Arbeitskreis gegründet
Ort der Trauer schaffen für Sternenkinder

Metelen -

Metelen soll einen Erinnerungsort an Sternenkinder bekommen, also an Totgeburten von unter 500 Gramm. Den Ort der

Mittwoch, 15.01.2020, 06:00 Uhr
Wollen sich im Arbeitskreis engagieren: (hintere Reihe v. unten) Henk van Aalderen, Aloisia Alteepping, Hanne Sprey, Clara Beutler, Gesine Weritz, Anna Sievert, sowie (vorne v. unten) Doris Kottig, Veronika Lücking, Stefanie Enning und Bernhard Iking.
Wollen sich im Arbeitskreis engagieren: (hintere Reihe v. unten) Henk van Aalderen, Aloisia Alteepping, Hanne Sprey, Clara Beutler, Gesine Weritz, Anna Sievert, sowie (vorne v. unten) Doris Kottig, Veronika Lücking, Stefanie Enning und Bernhard Iking. Foto: Dorothee Zimmer

Ein Erinnerungsort mit einer Stele für Sternenkinder einschließlich der Möglichkeit, sie künftig dort auch beerdigen lassen zu können, soll auf dem neuen Friedhof angelegt werden. Die Gemeinde schafft die Rahmenbedingungen und leistet Basispflege auf einem rund 75 Quadratmeter großen Areal im Bereich des Langenhorster Damms und dem Hof Zumdiek, steht aber ansonsten nicht in der Pflicht und deshalb vor allem ideell zu diesem von der CDU auf den Weg gebrachten Projekt. „Die Idee ist toll“, befand Bürgermeister Gregor Krabbe am Montag im Alten Amtshaus. „Am Ende des Tages aber muss sich eine Gruppe von Menschen finden, die sich der Sache auf Dauer widmet.“

Das Ziel der von vielen Interessierten besuchten Veranstaltung war folglich die Gründung eines Arbeitskreises. Zehn Frauen und Männer erklärten ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit, die unter anderem Aufgaben wie Betreuung, Verantwortung und Finanzierung beinhaltet. Eine feste Gruppe mit definiertem Amt für jeden Einzelnen sei ganz wichtig, betonten Heidi Lütke-Uhlenbrock und Ulla Deppen .

Beide engagieren sich in Ochtrup sowohl im Hospizverein als auch in der daraus entstandenen Arbeitsgruppe für eine solche Gedenkstätte und berichteten umfangreich von eigenen Erfahrungen. Seit rund einem Jahr gibt es für Sternenkinder einen Bereich auf dem Friedhof in der Oster. Ursprünglich sei er als reine Erinnerungsstätte geplant gewesen, zwischenzeitlich gab es dort zwei Bestattungen „Das kommt nicht allzu häufig vor, dennoch ist es für Angehörige wichtig, einen Ort zum Trauern zu haben“, sagten die Ochtruperinnen.

Auf Gräber im herkömmlichen Sinn habe der Arbeitskreis bewusst verzichtet: „Wir wollten das nicht so personenkonzentriert machen.“ Die dort aufgestellte Stele enthalte Löcher zur Aufnahme kleiner Andenken. „Verwaiste Mütter und Väter erleben hier, dass ihre Trauer anerkannt wird – auch diejenigen, die ihre Kinder schon vor vielen Jahren verloren haben.“

Insgesamt kostete die Gedenkstätte in Ochtrup rund 8500 Euro. Unter anderem entfielen laut Deppen etwa 3000 Euro auf die Stele, 4000 Euro auf die Ausgestaltung, 650 Euro auf eine Infosäule und 250 Euro auf Flyer. Die dort aufgestellte Bank wurde gespendet. „Wir haben zunächst die dafür eingehenden Spenden abgewartet. Das waren unglaublich viele.“

Vor Ort begleiten Veronika Lücking und Hanne Sprey das Projekt federführend. Lücking berichtete von einem Kontakt zu Alina Bußmann. Die junge Metelenerin werde möglicherweise eine Stele aus Sandstein als ihr Meisterstück in Steinmetz-Kunst gestalten.

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Der Arbeitskreises trifft sich am 28. Januar (Dienstag) um 18 Uhr im Alten Amtshaus.

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