DAHW-Gruppe zog ihre Jahresbilanz
Tuberkulosehilfe mit 7350 Euro unterstützt

Metelen -

Die örtliche Unterstützergruppe der Deutschen Tuberkulosehilfe kam jetzt in der Oase zusammen, um eine Bilanz der

Donnerstag, 16.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 17:40 Uhr
Voller Saal: Die Frauen, die sich in der DAHW-Ortsgruppe engagieren und die den jährlichen Basar unterstützen, trafen sich jetzt in der Oase.
Voller Saal: Die Frauen, die sich in der DAHW-Ortsgruppe engagieren und die den jährlichen Basar unterstützen, trafen sich jetzt in der Oase. Foto: Dorothee Zimmer

Die Unterstützung aus der Gemeinde für die Deutsche Tuberkulosehilfe mit dem unverändert gebliebenen Kürzel DAHW (Deutsches Aussätzigen Hilfswerk) währt seit fast 60 Jahren. Siegfried Wolf hat seinerzeit den Anfang gemacht, dafür erhielt er später Auszeichnungen, unter anderem die Goldene Ehrennadel, die höchste, die das DAHW vergibt. Bald schlossen sich Gleichgesinnte an, die als örtliche DAHW-Aktionsgruppe vor allem die Hinwendung der deutschen Ärztin und Nonne Dr. Ruth Pfau zu den Leprakranken in Pakistan unterstützte.

Vor zwei Jahren starb sie mit 87 Jahren. Gleichwohl wird ihre Lebensaufgabe in der Organisation und konkret in Metelen mit der Ausrichtung des Leprabasars, an der etwa 35 Frauen beteiligt sind, unverändert fortgeführt.

„Ohne Ehrenamtliche gäbe es das DAHW nicht. Dieser Einsatz ist nötig und wichtig“, dankte am Dienstag Franz Tönnes allen Helferinnen, die im Anschluss an einen gemeinsamen Spaziergang über den Wallweg und Alten Friedhof am langen Tisch in der Oase Platz genommen hatten. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf den Vortrag des DAHW-Vertreters aus Münster, der über das Leben und Wirken von Dr. Ruth Pfau berichtete und zahlreiche ältere und neuere Fotos zeigte.

Tönnes ist ihr selbst einige Male begegnet. Bis heute ist er beeindruckt: „Man merkte gleich, dass sie eine Persönlichkeit mit sehr viel Energie war.“ Eines der Bücher, die sie geschrieben hat, heißt „Eine Kerze verliert nichts, wenn sie eine andere anzündet“. Diesen Titel projizierte Tönnes während des Kaffeetrinkens als Bild zusammen mit einer brennenden Kerze wirkungsvoll – weil gedankenanregend – auf die Leinwand.

In Pakistan hat Pfau den Ruf einer Nationalheldin, ihr zu Ehren ist eine mit ihrem Gesicht versehene Briefmarke sowie eine Geldmünze im Umlauf. Tönnes brachte davon einige Exemplare mit und verschenkte sie.

Der Erlös des Leprabasars am Wochenende vor dem 1. Advent betrug rund 7350 Euro, hinzu kamen 600 Euro aus der Kollekte in der Kirche. Das Geld wurde bereits an das DAHW weitgeleitet, erklärte Margret Hasken.

Sie und Monika Schiermann als Sprecherinnen der Aktionsgruppe würdigten ihrerseits die verlässliche Tatkraft der Frauen, mit der letztlich alles steht und fällt: „Alle Leute hier, die kann man immer anrufen, und sofort sind sie bereit, mitzuhelfen.“

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