Kreis maß eine Woche lang Geschwindigkeiten
700 Verkehrsteilnehmer zu schnell im Tempo  30-Bereich

Metelen -

Rund 700 Kraftfahrer wurden im Laufe einer Woche, in der der Blitzanhänger des Kreises Steinfurt an der Ochtruper Straße aufgestellt war, mit zu hoher Geschwindigkeit registriert. Sie alle werden demnächst Post aus dem Kreishaus erhalten. Das Straßenverkehrsamt im Kreishaus stellt das neue Messgerät an neuralgischen Punkten wie vor Altenheimen und Schulen oder auch an Kindergärten auf.

Donnerstag, 30.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 19:14 Uhr
Augenfällig unauffällig parkte die mobile Geschwindigkeitsmessanlage des Kreises Steinfurt eine Woche lang an der Ochtruper Straße im Tempo-30-Bereich vor dem Alten Friedhof. 700 Kraftfahrer wurden geblitzt.
Augenfällig unauffällig parkte die mobile Geschwindigkeitsmessanlage des Kreises Steinfurt eine Woche lang an der Ochtruper Straße im Tempo-30-Bereich vor dem Alten Friedhof. 700 Kraftfahrer wurden geblitzt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Er ist schwarz, eigentlich nicht zu übersehen, war überdies mit zwei Warnbaken samt aufgesteckten Lampen gesichert und parkte derart auffällig unauffällig auf dem Streifen vor dem Alten Friedhof, dass über ihn schon nach einigen Stunden in den sozialen Medien gespottet wurde. Ob der Tempo-80-Aufkleber an der Seite des Kastens für die maximal zulässige Geschwindigkeit bei den Messungen stehe, witzelte dort ein Metelener.

Das Lachen dürfte vielen Autofahrern im Ort und etlichen Pendlern gründlich vergehen, wenn sie demnächst Post nebst Zahlungsaufforderung aus dem Steinfurter Kreishaus bekommen. 700 mal blitzte der Kasten, 700 Mal waren die Kraftfahrer schneller als die dort erlaubten 30 km/h.

Diese Zahl nannte auf Nachfrage dieser Zeitung Günter Springer vom Straßenverkehrsamt des Kreises Steinfurt. Das betreibt die als Pkw-Anhänger mobile Geschwindigkeitsmessanlage seit dem Oktober des vergangenen Jahres. „Wir stellen das Gerät an neuralgischen Schwerpunkten auf, etwa vor Altenheimen, Schulen oder Kindergärten“, erläuterte Springer.

Um Letzteren ging es eine Woche lang in Metelen. Die Einrichtung der Übergangs-Kita im Neubau der früheren Grundschule hat dazu geführt, dass die Tempo-30-Regelung, um die die Gemeinde jahrelang mit Blick auf die damalige St.-Vitus-Grundschule gekämpft hatte, weiter Bestand hat.

Im Schnitt einhundert geblitzte Kraftfahrer pro Tag sind ein deutliches Zeichen dafür, dass die Sensibilisierung für die angepasste Geschwindigkeit noch nicht angekommen ist.

Die Frage nach dem schnellsten Raser wollte Springer übrigens nicht beantworten. „Diese Zahl nennen wir nicht.“

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