Schnatgang-Premiere des Metelener Heimatvereins
Grenzgang über Stock und Stein

Metelen -

Es war die Premiere und die führte querfeldein an der Grenze zur Nachbarstadt Ochtrup entlang. Beim Schnatgang des

Mittwoch, 05.02.2020, 06:00 Uhr
Die Heimatfreunde machten sich gemeinsam auf den Weg und erkundeten alte Steine mit Inschriften an der Grenze zwischen Metelen und Ochtrup.
Die Heimatfreunde machten sich gemeinsam auf den Weg und erkundeten alte Steine mit Inschriften an der Grenze zwischen Metelen und Ochtrup. Foto: Norbert Hoppe

Ihre Gemeinde Metelen von einer ganz anderen Seite kennengelernt haben jetzt 15 Frauen und Männer, die sich mit dem Heimatverein auf eine Wanderung entlang der ehemaligen Grenzsteine in den Bauerschaften Naendorf und Samberg gemacht hatten. Über fast 15 Kilometer wurde vor allem die Grenze zur Nachbarstadt Ochtrup erkundet. Alte Steine aus dem frühen 18 Jahrhundert mit Inschriften, die kaum noch zu entziffern waren, markierten die Grenzlinie entlang von Hecken, Feldrainen und Wassergräben.

Bruno Duesmann-Artmann vom Vorstand des Heimatvereins hatte eine anspruchsvolle Strecke ausgesucht, die die Heimatfreunde zu bewältigen hatten. „Mit dem Fahrrad haben wir schon einige Wege zu den Grenzsteinen abgefahren, aber hier kommt man wirklich nur zu Fuß voran“, kommentierte ein Teilnehmer, als mal wieder ein Graben übersprungen werden musste. Jenseits der Ortsgrenze ging es ein ganzes Stück durch das Ochtruper Weinerfeld und die Weiner Mark bis wieder die Bauerschaft Naendorf erreicht wurde. Immer wieder gab es etwas zu entdecken: Jahreszahlen, aus denen zu entnehmen war, wann der Stein aufgestellt wurde und Hinweise auf Gehöfte und Markierungen, die die Grenze zwischen den Nachbarorten anzeigten. Eine ganze Menge Erklärungen hatte Duesmann-Artmann auf dem informativen Streifzug in seinem Gepäck und auch die Mitwanderer hatten fast alle noch Wissenswertes zu den Grenzen und den Grenzsteinen im Gedächtnis.

„Das war der erste Schnatgang des Metelener Heimatvereins, aber es soll nicht der letzte bleiben“, berichtete Bruno Duesmann-Artmann. Ein weiterer soll im nächsten Jahr folgen, teilte er mit. Dann werden Grenzsteine und Grenzen zum Nachbarort Eggerode erkundet.

Nach der langen Wanderung fand sich die Gruppe noch im Ackerbürgerhaus zu einem gemütlichen Abschluss mit einem Imbiss und gekühlten Getränken ein und ließ einen ereignisreichen Tag ausklingen.

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