Schnelles Netz für den Außenbereich
Glasfaserausbau: „Liegen im Zeitplan“

Metelen -

Der Ausbau des Glasfasernetzes im Außenbereich kommt voran. Bei einem Ortstermin am Steinfurter Damm wurde

erläutert, dass die Arbeiten für den ersten von drei Bauabschnitten im Zeitplan liegen – auch deshalb, weil die Tiefbauer

dank des milden Winters zügig vorankamen. Insgesamt kostet der Breitbandausbau in den Bauerschaften gut 3 Millionen

Euro, zehn Prozent davon zahlt die Gemeinde.

Samstag, 29.02.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 13:14 Uhr
„Ich bin derjenige, der arbeitet.“ Die Stimmung war locker beim Termin auf der Glasfaser-Baustelle am Steinfurter Damm, zu dem sich (hinten v.l.) Carsten Dove und Jörg Cysarz vom Tiefbauunternehmen Albers,
„Ich bin derjenige, der arbeitet.“ Die Stimmung war locker beim Termin auf der Glasfaser-Baustelle am Steinfurter Damm, zu dem sich (hinten v.l.) Carsten Dove und Jörg Cysarz vom Tiefbauunternehmen Albers, Foto: Dieter Huge sive Huwe

Die Stimmung war ausgesprochen locker beim Pressetermin auf der Baustelle am Steinfurter Damm. Dort, und auch in der Nähe der Reithalle, buddeln sich derzeit die Mitarbeiter des Tiefbauunternehmens Albers durchs Erdreich der Bauerschaft, um den Außenbereich Metelens fit zu machen fürs schnelle Netz. Vielleicht lag es daran, dass die Sonne auf die kleine Gruppe schien, sicherlich aber an dem Umstand, das das Projekt, das vom Konsortium Muenet und Epcan im Auftrag der Gemeinde durchgeführt wird, gut voran kommt.

„Wir liegen im Zeitplan“ erläuterte Marcel Thiehoff. Er ist Bauleiter für das Projekt, des ersten in sechs Kommunen, die sich gemeinsam um die Fördergelder für den Ausbau bemüht hatten. „3,06 Millionen Euro“, nannte Bürgermeister Gregor Krabbe nochmals das Investitionsvolumen für den Breitbandausbau in den Bauerschaften. Davon übernimmt die Gemeinde zehn Prozent, also rund 306 000 Euro.

Was gibt es dafür nach zwei Jahren projektierter Bauzeit? „Wir haben am Ende der Maßnahme eine fast hundertprozentige Abdeckung mit schnellem Netz im Ort“, erläuterte Michael Bründer aus der Verwaltung, dass die Vechtegemeinde einen Spitzenplatz bei der Versorgung einnehme – und das weit über die Region hinaus.

Um dies zu ermöglichen, sind natürlich zunächst die Tiefbauer gefragt. Menschen wie Tobias Kappelhoff, der an diesem Morgen einen Verteilerkasten aufgeschraubt hat, um hier den bunten Mix an Leerrohren nach exaktem Plan einzubauen. Durch diese Rohre werden später die Glasfaserbündel geschossen. „Wir schaffen da bis zu vier Kilometer am Stück“, berichtet Bauleiter Thiehoff.

Diese Bündel sind am Ende haardünn – und zerbrechlich, wenn sie aus ihrer Ummantelung befreit sind. Das Einblasen der Datenleitungen aus Glasfaser stehe aber erst am Ende der einzelnen Bauphasen. Die Tiefbauer bereiten mit Geländepflügen, offenen Gräben, aber auch mit steuerbaren Bohrgeräten die Wege für die bunten Leerrohre vor. Teils gebündelt, aber auch einzeln, werden diese im Erdreich platziert.

Drei Abschnitte sind in dem Projekt vorgesehen. Der erste, der grob bis zum Frühsommer ausgebaut sein soll, umfasse die Haushalte südlich der Bundesstraße 70. Abschnitt zwei ist westlich des Ortskerns geplant und schließlich erreichen die Arbeiter mit Abschnitt drei den Bereich um das Industriegebiet Peddenfeld und im weiteren Verlauf auch die Bahnhofs- und die Waldsee-Siedlung.

Zwei Jahre sind insgesamt geplant für das flotte Netz im Außenbereich. Die Verlegung erfolgt bis ins Haus, erläuterte Muenet-Bauleiter Thiehoff. Ein Anschlusskasten im Objekt und der dazu gehörige Router, der die Daten der Glasfaser-Lichtleitung aufs Kupferkabel in den Häusern umsetzt, bilden den Endpunkt bei den Kunden. Drei so genannte Multifunktionsgehäuse stehen am anderen Ende des ausgebauten Netzes. Sie sind vergleichbar mit dem kastenförmigen Gebäude vor Plagemanns Mühle, in dem die Glasfaserstränge aus der Ortslage zusammenkommen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7300627?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
Nachrichten-Ticker