Consono begeisterte in der Stiftskirche
Abenteuerliche Intervalle gemeistert

Metelen -

Es waren teils schon sehr ungewöhnliche Hörerlebnisse, welche die gut 80 Besucher des Chorkonzertes in der Stiftskirche

durchaus auch forderten. Consono, das Gesangsensemble aus Köln, gastierte zum wiederholten Mal in

Metelen und verstand es, mit seinem exakt einstudierten und akzentuiert vorgetragenen Gesängen, die Zuhörer

mitzunehmen – auch mit Zwölfton-Kompositionen.

Dienstag, 10.03.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 12:00 Uhr
Mit einem exzellenten, aber auch die Zuhörer fordernden Konzert überzeugte der Chor Consono unter der Leitung von Prof. Harald Jers in der Stiftskirche.
Mit einem exzellenten, aber auch die Zuhörer fordernden Konzert überzeugte der Chor Consono unter der Leitung von Prof. Harald Jers in der Stiftskirche. Foto: Martin Fahlbusch

Ungewohntes kann absolut fesseln. Diese Erfahrung machten die rund 80 Zuhörer, die sich am späten Sonntagnachmittag in die Stiftskirche locken ließen, um sich, wie vor zwei Jahren, auf Einladung der Kulturinitiative Metelen (KIM) vom Chor Consono einfangen zu lassen. Das Thema des Konzerts „Night and Light (Nacht und Licht)“ hatte Pfarrer Thomas Stapper in seiner aufhorchen lassenden Begrüßung aufgegriffen, als er den Blick auf die Fastenzeit richtete und die Aufgaben von Christen betonte, das Dunkel von Intoleranz und Ausgrenzung zu überwinden.

Konzert mit dem Chor Consono

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  • Mit einen exzellenten, aber auch die Zuhörer fordernden Konzert überzeugte der Chor Consono unter der Leitung von Prof. Harald Jers in der Stiftskirche.

    Foto: Martin Fahlbusch
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    Foto: Martin Fahlbusch
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    Foto: Martin Fahlbusch

Consono begann seine überraschende und auch ungewohnte Klangreise mit Sven-David Sandströms „The Lord is my light“ zu den sphärischen Stimmeindrücken der Kompositionen „Im Mondschein“ von Ernst Eduard Taubert oder „An den Mond“ von Raquel Christóbal. Auch wenn er sich textlich am Sonnengesang des Franz von Assisi orientierte, bot die Komposition von Enjott Schneider den Eindruck von engen Schleifenbewegungen und sich wiederholenden komplizierten Tonfolgen.

Alle Kompositionen dieses beeindruckenden Chorkonzertes stammten von zeitgenössischen Komponisten und präsentierten Sänger, die engagiert und souverän mit den vertrackten stimmlichen Herausforderungen umzugehen wussten. Die Tonfolgen – zumeist aus dem Bereich der Zwölftonmusik – waren eben nicht immer im gewohnten Sinne melodisch, die Intervalle regelrecht abenteuerlich zu meistern und das Zusammensingen von Sopran, Alt, Tenor und Bass-Bariton (mitunter in Doppelchorform) eine überzeugend bewältigte Herkulesaufgabe.

Das solche musikalische Herausforderungen so eindrucksvoll die Zuhörer beeindruckten, war dem exzellent ausgebildeten sowie exakt und dynamisch variantenreich agierendem Chor zu verdanken – so auch bei der Musik von Dale Jergenson. Hier umringten die Chormitglieder in einzelnen Dialoggruppen die Zuhörer. Dieser Eindruck hielt sich auch bei „Three Moon Songs“ von Nico Mühl und in der phasenweise recht vertraut klingenden und romantisch angehauchten Chor-Motette von Georg Schumann, einem Titanen des moderneren Chorgesangs, über „Wie schön leucht‘ uns der Morgenstern“. Dass dies so nachdrücklich gelang, war eben auch ein Verdienst des Chorleiters Professor Harald Jers. Er führte souverän, arbeitete die Nuancen allerfeinst her­aus und leitete das Ensemble sicher durch alle kompositorischen Klippen. Bestens von de KIM-Mitgliedern betreut versprachen „Consono“ – auch nach den wahren Beifallsstürmen –, bestimmt wiederzukommen.

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