Lockerungen für den Einzelhandel
Geschäfte haben wieder geöffnet

Metelen -

Die Einschränkungen im Zusammenhang mit der Coronakrise sind ein wenig gelockert worden. Für den örtlichen

Einzelhandel bedeutete dies, dass die Geschäfte am Montagmorgen bereits wieder geöffnet hatten – wenn auch unter

Berücksichtigung besonderer Verhaltensmaßnahmen. So darf – abhängig von der Größe der Verkaufsfläche – nur eine

bestimmte Anzahl Kunden den Verkaufsraum betreten.

Dienstag, 21.04.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 15:30 Uhr
Monika Ewering-Oskamp (l.) und ihre Mitarbeiterin Martina Hüging freuen sich, dass das Geschäft wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein darf. Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa die Plexiglasscheibe auf dem Kassentresen, oder auch der Mundschutz, gehören allerdings zum Alltag in Corona-Zeiten dazu.
Monika Ewering-Oskamp (l.) und ihre Mitarbeiterin Martina Hüging freuen sich, dass das Geschäft wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet sein darf. Sicherheitsmaßnahmen, wie etwa die Plexiglasscheibe auf dem Kassentresen, oder auch der Mundschutz, gehören allerdings zum Alltag in Corona-Zeiten dazu. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es ist ein ganz großes Dankeschön, das Monika Ewering-Oskamp an dem Tag, an dem das gleichnamige Buch- und Schreibwarengeschäft wieder regulär geöffnet hat, loswerden möchte. „Wir haben sehr viel Zuspruch von unseren Stammkunden bekommen. Deren Treue hat sich auch während der Zeit, in der wir nur eingeschränkt geöffnet hatten, immer wieder gezeigt.“

Der Laden musste sich in den vergangenen Wochen auf Bereiche wie die Paketannahme und den Zeitschriftenverkauf beschränken, hatte aber mit einem Lieferservice auf die Einschränkungen reagiert. Und den nutzten die Kunden weidlich aus. „Wir haben sogar Bastelmaterialien wie Wackelaugen und in einem Fall sogar Tintenpatronen geliefert“, freute sich Ewering-Oskamp über den Zuspruch der Metelener zum Angebot auch unter den erschwerten Bedingungen.

Bernhard Oskamp war fast immer mit dem Rad unterwegs, um die se Bestellungen auszuliefern. „Bei ganz vielen der Kunden war deutlich spürbar, dass sie einen großen Gesprächsbedarf hatten“, berichtet er von Begegnungen mit Menschen, die außer dem Postboten und eben dem Bücherlieferanten aus dem Ort kaum mal mit einem Menschen Kontakt hatten. Und noch eines war ihm bei seinen Touren aufgefallen: „Oftmals gibt es keine Hausnummern an den Häusern. Das war nicht immer einfach.“ Und Oskamp spinnt den Faden weiter: „Was ist denn, wenn der Notarzt gerufen wird und dann das Haus nicht gleich auf Anhieb findet. Da können doch wertvolle Minuten verloren gehen.“

Während der Einschränkungen des Handels durfte auch das Haushaltswarengeschäft Tietmeyer an der Wettringener Straße nur eingeschränkt verkaufen. Das Sortiment an Haushaltswaren und auch der Bereich Eisenwaren war nicht für den Verkauf zugelassen. Anders die Annahmestelle der Deutschen Post nebst den Postfächern für den Ort. Deshalb blieb das Geschäft auch während der vergangenen Wochen zu den bekannten Zeiten geöffnet, berichtet Antoinette Tietmeyer-Beuting.

Seit Montag sind aber auch Töpfe, Gläser und all die Dinge des täglichen Bedarfs im Haushalt wieder frei verkäuflich. Und fast schien es, als hätten die Kunden nur darauf gewartet. Eine Kundin etwa hatte ein Sortiment Trinkgläser im Visier, und auch einen Blick auf ein Übertopf im Schaufenster geworfen. Hier konnte die Inhaberin jetzt die Frau beraten.

Geöffnet hatte am Montag daneben auch die Filiale von „Ernstings Family“ am Sendplatz, Ständer mit Sommerkleidung standen vor dem Schaufenster und gaben einen von vielen vermissten bunten Tupfer ins Straßenbild. Andere Händler machten mit den üblichen Aufstellern darauf aufmerksam, dass ihre Geschäfte wieder offen waren.

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