Corona: Schützenvereine vor Festabsagen
Platz an der Vogelstange bleibt leer

Metelen -

Zwar fehlt noch das offizielle Schreiben aus der Gemeindeverwaltung, doch gehen Metelens Schützenvereine davon aus,

dass keines der drei für diese Saison angesetzten Schützenfeste stattfinden kann. Doch auch die Naendorfer, die in diesem

Jahr nicht auf den Vogel schießen werden, bangen um ihr Sommerfest. Das Cliquen-Schützenfest der Fabianusschützen

steht ebenfalls in den Sternen.

Dienstag, 28.04.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 15:12 Uhr
Sie behalten ihre Regentenwürde bis auf weiteres: Friduwi-Königin Vanessa Vohrmann, Bürgerschützen-König Patrick Krude (M.) und der Samberger König
Sie behalten ihre Regentenwürde bis auf weiteres: Friduwi-Königin Vanessa Vohrmann... Foto: Dorothee Zimmer

Nur noch anderthalb Wochen gehen ins Land, bis der erste der fünf Metelener Schützenvereine zum Fest rufen würde. Würde, denn der Konjunktiv ist in diesen Tagen angebracht angesichts der Beschränkungen, welche die Corona-Pandemie auch für das Schützenwesen nach sich zieht.

Die Friduwi-Frauen wollten eigentlich am 9. Mai auf den Vogel anlegen und eine Nachfolgerin für Vanessa Vohrmann bejubeln. Doch daraus wird nichts. Claudia Epping-Sunder ist Vorsitzende des Damenschützenvereins. Sie wartet täglich auf eine Nachricht aus dem Rathaus, mit der sie das Fest ganz offiziell absagen kann. Das sei zwingend notwendig, auch um den Verein gegenüber möglichen Forderungen – etwa vom Zeltverleih abzusichern. „Im Grunde genommen wissen wir, dass das Fest nicht stattfinden kann, aber wir haben das eben nicht schriftlich“, so Epping-Sunder.

...Bürgerschützen-König Patrick Krude...

...Bürgerschützen-König Patrick Krude...

In der Gemeindeverwaltung am Sendplatz kann Ordnungsamtsleiterin Simone Frahling auch nur auf die aktuellen Vorschriften verweisen. Diese gelten zunächst bis zum Sonntag (3. Mai) und würden Veranstaltungen wie Schützenfeste untersagen. Die Aussage aus Düsseldorf, Großveranstaltungen bis Ende August dieses Jahres nicht zuzulassen, erlaube viel Spielraum, sagte Frahling. Noch gebe es keine Definition, was darunter zu verstehen sei, also Veranstaltungen mit 200, 2000 oder gar 20 000 Menschen. Entsprechend habe die Gemeindeverwaltung auch noch keine Ausführungsbestimmung zu dieser Ankündigung. Dass im Laufe des Monats Mai Schützenfeste stattfinden würden, hält sie jedoch für ausgeschlossen.

Davon geht auch Johannes Alteepping aus. Er ist Vorsitzender der Schützengilde Samberg, die eine Woche nach den Friduwi-Frauen im Festreigen an der Reihe wäre – mit dem turnusmäßig alle zwei Jahre stattfindenden Schützenfest. Vom 16. bis 18. Mai wäre auf der Festwiese am Walkenmühlenweg wieder eine prächtige Stimmung gewesen, wenn ein Nachfolger für König Markus Hermeling gesucht worden wäre.

Doch nach einer Video-Vorstandssitzung, in Abstimmung mit der Gemeinde und dem Festwirt habe sich der Vorstand dazu entschlossen, aufgrund der aktuellen Situation das Schützenfest in diesem Jahr abzusagen, so Alteepping. „Schützenfest feiern bedeutet für uns alle, ausgelassen mit allen Schützen und deren Familien gemeinsam zu feiern. Solch eine Feier wird in diesem Jahr nicht möglich sein“, so der Vorsitzende der Samberger.

...und der Samberger König Markus Hermeling.

...und der Samberger König Markus Hermeling.

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