Alte Grundschule: Projekt des Bauvereins
Antwort auf den Mangel an kleinen Wohnungen im Ort

Metelen/Ochtrup -

Auf einer Teilfläche der früheren Grundschule in Metelen sollen im Rahmen von sozial gefördertem Wohnungsbau 20 Mietwohnungen für Einzelpersonen und Paare entstehen. Architekt Johannes Ehling und Elke Reckels vom Vorstand des Ochtruper Bauvereins präsentierten nun ihre Vorstellungen.

Montag, 04.05.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 15:06 Uhr
Die alten Spielgeräte stehen noch, sind aber derzeit wegen der Corona-Einschränkungen eh gesperrt. Auf einem Teil der Schulhof-Fläche der früheren Grundschule sollen im Rahmen von sozial gefördertem Wohnungsbau 20 Mietwohnungen für Einzelpersonen und Paare entstehen.
Die alten Spielgeräte stehen noch, sind aber derzeit wegen der Corona-Einschränkungen eh gesperrt. Auf einem Teil der Schulhof-Fläche der früheren Grundschule sollen im Rahmen von sozial gefördertem Wohnungsbau 20 Mietwohnungen für Einzelpersonen und Paare entstehen. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Neue Ideen für den alten Grundschulstandort an der Schulstraße sind gefragt. Nachdem bereits Anfang März die Konzeption des örtlichen Pflegedienstleisters Leusbrock für eine Teilfläche vorgestellt wurde, präsentierten Elke Reckels vom Vorstand des Ochtruper Bauvereins und Architekt Josef Ehling nun ihre Vorstellungen zur Entwicklung einer weiteren Teilfläche.

Es geht um den mittleren Part des ehemaligen Grundschulgeländes, vornehmlich um den bisherigen Schulhof. Auf dem will der Bauverein Ochtrup ein Wohnobjekt mit 20 Einheiten verwirklichen, die sich mit einer Größe zwischen 55 und 65 Quadratmetern vornehmlich an Einzelpersonen und Paare wenden.

„Als Bauverein wollen wir zu angemessenen Preisen vernünftigen Wohnraum einrichten“, umriss Reckels grob das Anliegen des genossenschaftlich organisierten Vereins, der in Ochtrup 850 Mitglieder hat. Mit dem Sprung nach Metelen will der Bauverein seine in 115 Jahren gereifte Expertise im Bereich des sozialen Wohnungsbaus nutzen, um auch hier dem Defizit an kleinen Wohnungen im Ort zu begegnen.

Das Objekt, das Architekt Johannes Ehling vorstellte, ist zweigeschossig plus Staffelgeschoss angelegt und gliedert sich in zwei Baukörper. Diese werden durch ein gemeinsames Treppenhaus und Laubengänge erschlossen. Terrassen und Balkone gehören zu jeder der 20 Wohnungen, führte Ehling aus, der seinen Entwurf als „erste und noch nicht endgültige Fassung“ präsentierte. Die Bebauung des vorhandenen Grundstücks erfolgt locker, parkähnlich angelegte Flächen im Süden, Osten und Westen ergänzen gemeinsam mit 21 Stellplätzen das Objekt. Die Erschließung erfolgt von der Schulstraße aus, aber auch im südlichen Bereich über eine noch zu bauende Stichstraße vom Stüvvenweg.

Nach dem ersten Entwurf wird das Gebäude eine Klinkerfassade erhalten, das zurückgesetzte Staffelgeschoss eine Putzfassade – auch um die Architektur optisch leichter zu gestalten. Architekt Johannes Ehling plant auch das Objekt des Pflegedienstes, das auf dem Standort des jetzigen Altbaus der Vitusschule errichtet werden soll. Optisch gleichen sich die Gebäude an und bekommen so einen Ensemble-Charakter. Auch auf Referenzobjekte in Wettringen verwies Ehling in diesem Zusammenhang.

Der vorgestellte Entwurf war nur als grobe, noch nicht komplett detaillierte Präsentation zu verstehen, machten sowohl der Planer als auch Elke Reckels für den Bauverein deutlich. Dort hat das Objekt auch noch nicht den Aufsichtsrat des Investors beschäftigt.

Gleichwohl: Gemeinsam mit dem Leusbrock-Vorhaben wäre das Mietwohnungsobjekt mit sozialer Bindung ein zweiter Part für die alte Grundschule. Der östliche Teil des Schulhofs, zur Ochtruper Straße hin gelegen, bliebe dann noch übrig. Hier wird in der Verwaltung über eine zumindest vorübergehende Nutzung als Parkfläche nachgedacht, wie diese Zeitung erfuhr.

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