Grundschule öffnet heute wieder
Einbahnstraße führt in den Klassenraum

Metelen -

Ab heute müssen die Viertklässler wieder in die Grundschule. Diese hat sich auf den Unterricht der Mädchen und Jungen, die nach dem Sommer auf eine weiterführende Schule wechseln, vorbereitet: Die Klassen wurden in Lerngruppen aufgeteilt, spezielle Regelungen wie ein Einbahnsystem der Treppen geschaffen. Gut möglich, dass in der kommenden Woche auch die übrigen Schüler wieder unterrichtet werden.

Donnerstag, 07.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 16:58 Uhr
Stühlerücken in den Klassenräumen: Hausmeister Stefan Stening stellt die Tische der Schüler für den heutigen Start der Viertklässler auf Abstand. Den richtigen Weg weisen ihnen Schilder. In den Treppenhäusern der Grundschule gelten Einbahn-Reglungen
Stühlerücken in den Klassenräumen: Hausmeister Stefan Stening stellt die Tische der Schüler für den heutigen Start der Viertklässler auf Abstand. Den richtigen Weg weisen ihnen Schilder. In den Treppenhäusern der Grundschule gelten Einbahn-Reglungen Foto: Dieter Huge sive Huwe

Viel zu tun hatte Hausmeister Stefan Stening in den vergangenen Tagen, denn es galt, die Grundschule, die von ihm betreut wird, fit zu machen für die Viertklässler. Diese müssen ab heute wieder den Unterricht besuchen, ein Unterricht, der doch ganz anders verlaufen wird, als es die Schüler aus den vergangenen vier Jahren gewohnt waren.

Ein großes Stühlerücken war angesagt in den Klassenräumen, in denen ab heute nur noch jeweils die Hälfte der Schüler aus den drei vierten Klassen unterrichtet werden dürfen. Der Zugang ist ebenfalls klar geregelt: die Treppenhäuser wurden zu Einbahnstraßen und zusätzliche Schilder weisen die Schüler darauf hin, dass sie Abstand voneinander halten sollen.

„Das gilt auch für die Pausen“, erläuterte der Rektor der Grundschule, Thomas Wissing im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Schulleiter erläuterte, dass die Vitusschule ein Hygienekonzept entwickeln musste.

Eine Regelung – neben den auf Abstand gestellten Tischen der Schüler – ist dabei auch, die Klassen auf Lerngruppen zu halbieren. Diese haben jeweils eigene Pausenhofbereiche und unterschiedliche Zeiten, in denen sie zur Schule kommen müssen. So soll vermieden werden, dass sich zu viele Schüler auf dem Pausenhof begegnen. Überhaupt: Erst zehn Minuten vor Unterrichtsbeginn dürfen die Mädchen und Jungen zur Grundschule kommen. Geregelt ist überdies, dass den Lerngruppen jeweils eigene Toiletten zugeteilt sind.

Die moderne Ausstattung der Schule erlaubt es Schülern, die wegen der Corona-Pandemie nicht am Unterricht teilnehmen können, das Geschehen an der Tafel „live zu verfolgen. „Das ist möglich wegen der digitalen Tafeln in den Klassenräumen“, erläuterte Wissing. Die Kinder sitzen daheim und gleichzeitig im virtuellen Klassenzimmer.

Die meisten Viertklässler kommen aber im Laufe des heutigen Morgens wieder in die Schule. „Maskenpflicht besteht auf den Fluren und auch auf dem Schulhof“, erläuterte Wissing. Im Klassenraum selber müsse keine Maske getragen werden. Jeder Klasse seien jeweils zwei Lehrkräfte zugeordnet, die den Unterrichtsstoff in einem rollierenden System vermitteln. Das Ziel: Die Schüler sollen auf den Übergang zur weiterführenden Schule vorbereitet werden.

Zunächst werden die Viertklässler am heutigen Donnerstag und am Freitag in die Schule kommen. Was in der nächsten Woche passiert, ist für den Schulleiter auch nur am Horizont erkennbar: „Wir fahren derzeit auf Sicht“, machte Wissing deutlich, dass auch die anderen Jahrgänge in der nächsten Zeit beschult werden sollen – wie genau, ist noch nicht exakt festgelegt.

In der Grundschule gibt es allerdings schon Vorüberlegungen dazu, wie auch das organisiert werden kann. Rektor Wissing erhofft sich zeitnahe Informationen aus dem NRW-Schulministerium. Diese könnten bereits nach dem gestrigen Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin kurzfristig eintreffen.

Die Eltern seiner Schüler wird Wissing wie bisher schon mit E-Mails über den jeweiligen Stand informierten – und auch darüber, wann die Klassen eins, zwei und drei wieder zur Schule kommen dürfen. „Viel mehr als sieben bis acht Unterrichtstage wird es bis zu den Sommerferien aber wohl nicht geben“, wagte Wissing eine Prognose.

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