DRK-Termin unter den Vorzeichen der Corona-Regelungen
Blutspende-Routine mit viel Platz

Metelen -

Den ersten Blutspendetermin unter den Rahmenbedingungen der Corona-Vorschriften meisterten die ehrenamtlichen Helfer des Deutschen Roten Kreuzes in der neuen St.-Vitus-Grundschule. Sie unterstützten die Profis vom Blutspendedienst West.

Mittwoch, 20.05.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 18:12 Uhr
Die Aula der Grundschule bietet dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes ideale Voraussetzungen, um die Abstandsregelungen für die Entnahme der Blutspenden einzuhalten.
Die Aula der Grundschule bietet dem Blutspendedienst des Roten Kreuzes ideale Voraussetzungen, um die Abstandsregelungen für die Entnahme der Blutspenden einzuhalten. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„In den Räumen der alten Grundschule hätten wir den Spendetermin unter diesen Vorgaben nicht durchführen können.“ Marianne Wüpping vom Blutspendedienst West des Roten Kreuzes blickt in die Aula, schaut auf acht Spenderbetten, die hier aufgestellt sind, auf Stationen, an denen Mitarbeiter des Dienstes registrieren, betreuen, helfen.

Doch nur auf den ersten Blick ist das hier ein ganz normaler Blutspendetermin, wie ihn das örtliche Rote Kreuz viermal jährlich anbietet. Dass hier das Maskengebot besonders gründlich beachtet wird, ist eine hygienische Selbstverständlichkeit unter den Rahmenbedingungen der Corona-Pandemie. Doch bereits an der Eingangstür der Schule werden die Spender zunächst einmal mit einem Fiebermessgerät untersucht. Klar ist: Wer Symptome zeigt, die die auf eine Infektion hindeuten könnten, darf die Räume nicht betreten.

Markus Gehling vom örtlichen Roten Kreuz sitzt an der Anmeldung – hinter Plexiglasscheiben, wie man sie auch aus dem Supermarkt kennt. Ab hier beginnt die übliche Blutspende-Routine, an dessen Anfang das Gespräch mit dem Arzt steht. „Hier haben wir mit aufgeklebten Pfeilen den Weg auf dem Boden aufgezeigt“, erläutert Thomas Krabbe , Vorsitzender des Roten Kreuzes in Metelen, eine Vorbereitung für die Spendenaktion.

Die ehrenamtlichen Helfer vor Ort haben ein Einbahn-System eingerichtet, in dem sich die Spender nicht begegnen sollen. Ohne die großzügigen Räume der neuen Grundschule wäre das nicht möglich – hier ist Thomas Krabbe ebenso froh wie auch seine Kollegin Marianne Wüpping vom Blutspendedienst. Diese berichtet, dass es derzeit vielfach schwierig sei, geeignete Räume zu finden. „Wir sind schon in Turnhallen ausgewichen, doch werden auch diese mittlerweile wieder von den Schulen genutzt“, beschreibt sie das Dilemma.

In Metelens Grundschulaula ist genügend Platz, damit die Spender in ausreichendem Abstand zueinander zur Ader gelassen werden können. Der Aufbau dauere zwar eine halbe Stunde länger als üblich, berichtet Marianne Wüpping, aber dennoch sei der Blutspendedienst froh über die Möglichkeit, auch in Metelen wieder einen Termin anbieten zu können.

101 Spender nutzten am Dienstag die Gelegenheit, um sich zwischen 16.30 Uhr und 20.30 Uhr in den Dienst der guten Sache zu stellen. Drei waren erstmals dabei, so die Zwischenbilanz des Roten Kreuzes am Abend. „Wir haben gerade in der ersten Zeit der Corona-Maßnahmen eine große Resonanz auf unsere Aufrufe erfahren“, schildert Marianne Wüpping die Erfahrungen aus dem März und April. Mittlerweile sei die Spendenbereitschaft insgesamt wieder rückläufig. „Die Menschen haben eben auch wieder mehr Gelegenheit, auszugehen“, vermutet die Frau vom Blutspendedienst. Dabei seien die Spenden gerade auch in dieser Zeit wichtig, da viele Krankenhäuser ausgesetzte Operationen, für die Blutkonserven benötigt würden, wieder durchführen.

Bei der Runde durch die Blutspende-Stationen sind die ersten Spender mittlerweile am Tisch des örtlichen Roten Kreuzes angekommen. Üblicherweise sitzt man dann zusammen, um den stärkenden Snack nach der Spende gemeinsam zu sich zu nehmen. Das geht in diesen Zeiten nicht.

Jutta Bolik hat stattdessen Lunchpakete gepackt, die angesichts des bereits fortgeschrittenen Nachmittags eher Dinner-Snacks heißen sollten. Der Inhalt: Leckere Riegel, eine Tüte mit Chips, ein Apfel, Wasser – und eine Tüte mit Blumensamen. Das eingespielte Küchenteam des örtlichen Roten Kreuzes pausiert – viele von ihnen gehören der Risikogruppe an.

Auch am Mittwoch lädt das Rote Kreuz zum Blutspenden ein. Zwischen 16.30 und 20.30 Uhr sind Spender in die Räume der Grundschule, Zum Freistein, eingeladen.

 

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