Kreis gibt grünes Licht nach der Corona-Pause
Die Sanitäter sind wieder vor Ort

Metelen -

Mit dem Corona-Lockdown mussten die Sanitäter vor Ort in Metelen vorübergehend ihren Dienst einstellen. Ab heute dürfen sie wieder zu Einsätzen ausrücken. Dazu wurden die Ersthelfer vom Kreis mit Schutzausrüstung ausgestattet.

Montag, 15.06.2020, 06:04 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 17:32 Uhr
Die Sanitäter vor Ort, hier Thomas Krabbe (l.) vom DRK und Nico Kastner von den Maltesern, sind ab sofort wieder zur Stelle, wenn die Kreisleitstelle Einsätze meldet.
Die Sanitäter vor Ort, hier Thomas Krabbe (l.) vom DRK und Nico Kastner von den Maltesern, sind ab sofort wieder zur Stelle, wenn die Kreisleitstelle Einsätze meldet. Foto: Dieter Huge sive Huwe

Es gibt viele Menschen in Metelen, die auf sie ebenso zählen wie auf die Profis in den Rettungswagen: Die Sanitäter vor Ort sind längst zu einer Institution geworden. Zeitgleich alarmiert mit den Besatzungen der RTW und der Notärzte eilen sie zu Hilfebedürftigen und sind oft schneller zur Stelle, da sie keine weite Anreise haben.

Mit dem Corona-Lockdown waren die 18 Freiwilligen, die sich ehrenamtlich um die rasche Hilfe in gesundheitlichen Notlagen kümmern, ausgebremst worden. Der Kreis Steinfurt hatte den Einsatz der Ersthelfergruppen gestoppt, um die Sicherheit der Freiwilligen zu gewährleisten. Seither waren die zehn Ersthelfersysteme im Kreisgebiet nicht mehr im Einsatz.

Schutzausrüstung für die Ersthelfer

Am Dienstag der Vorwoche trafen sich Vertreter der Gruppen mit dem Krisenstab des Kreises Steinfurt, um die Rahmenbedingungen zu besprechen, unter denen wieder Einsätze laufen dürfen. Nach aktuellem Stand können die Ersthelfer ab heute wieder im Einsatz sein, erläutert der Sprecher der Gruppe, Thomas Krabbe , im Gespräch mit dieser Zeitung. In der Vorwoche waren die 18 Ersthelfer im Ort mit Schutzausrüstung ausgestattet worden, die der Kreis zur Verfügung stellte.

Dazu gehören zum einen Schutzmasken der Klasse FFP2, welche den Träger wirksam vor Infektionen durch Speichel des Patienten schützen. Ergänzt werden diese durch Schutzbrillen oder einen Face-Shield, also jenen klaren Gesichtsschutz, der an einem Kopfband getragen wird. Hinzu kommen Schutzanzüge. Dass beim Einsatz Einmalhandschuhe getragen werden, sei ja überdies eine Selbstverständlichkeit.

Thomas Krabbe erläutert, dass mit dieser Ausstattung auch die professionellen Rettungssanitäter ausgerüstet seien. Zudem gibt es ein exakt vorgeschriebenes Prozedere, das sich ein wenig von der Zeit vor Corona unterscheidet. „Wir stellen ein paar Fragen mehr als üblich“, erläutert Krabbe, dass sich an der schnellen Hilfe vor Ort nichts ändere, die Sanitäter aber aus Gründen des Selbstschutzes etwa nach Fiebererkrankungen des Patienten fragen würden und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen.

Thomas Krabbe zeigt sich froh, dass die Ersthelfer aus der Gemeinde wieder aktiv sein dürfen. „Wir haben auch aus der Bevölkerung Rückmeldungen bekommen. Die Menschen fragten schon, wann wir denn wieder loslegen können.“ Ab sofort und – sofern es keine Verschlechterungen durch die Corona-Pandemie geben sollte – bis auf Weiteres.

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