Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung
Nicht alle Eichen werden behandelt

Metelen -

Im Gemeindegebiet wird der Eichenprozessionsspinner wieder häufig gesichtet. Die Verwaltung hat schon Anfang des Jahres erste Maßnahmen gegen den Schädling ergriffen, zudem rücken nun Gemeindemitarbeiter aus, um Nester abzusaugen – aber nicht überall.

Sonntag, 28.06.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 10:35 Uhr
Mitarbeiter des Gemeindebauhofs in Schutzkleidung saugten an besonders gefährdeten öffentlichen Bereichen die Nester der Schädlinge ab.
Mitarbeiter des Gemeindebauhofs in Schutzkleidung saugten an besonders gefährdeten öffentlichen Bereichen die Nester der Schädlinge ab. Foto: Gemeinde Metelen

Aufgrund der derzeit trockenen und warmen Wetterlage nehmen die Mitteilungen über ein Auftreten des Eichenprozessionsspinners im Gemeindegebiet in den letzten Tagen zu. Wie die Verwaltung jetzt mitteilte, hat sie in Metelen längerfristige Maßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner bereits Anfang des Jahres ergriffen, indem im Gemeindegebiet verteilt 50 Nistkästen sowie etwa 50 Eichenprozessionsspinnerfallen aufgehängt wurden. Bei den Fallen handelt es sich um PVC-Schläuche, die um die Eichen geklebt werden. Die Raupen werden durch einen Lockstoff in einen anhängenden Beutel geleitet, aus dem sie nicht wieder herauskommen.

Derzeit werden Nester von eigens hierfür geschulten Gemeindearbeitern mit entsprechender Schutzkleidung vordringlich im Ortsbereich, aber auch an stark frequentierten Rad- und Fußwegen im ortsnahen Bereich abgesaugt. Im gesamten Außenbereich, so die Mitteilung aus dem Rathaus, ist diese Arbeit aufgrund des hohen Eichenbestandes nicht zu bewerkstelligen. Zusätzliche Warnschilder wurden in Ortsnähe am Anfang stark frequentierter Wege angebracht.

Da das Problem und die von diesen Raupen ausgehende Gesundheitsgefahr nun bereits im dritten Jahr auftreten und den Bürgern die Problematik in der Regel bekannt ist, wird auf die Kennzeichnung einzelner Eichen oder sämtlicher Wege im Außenbereich verzichtet. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass in den letzten beiden Jahren oft Schilder und Absperrungsbänder abgerissen und als Plastikmüll in der Natur wiedergefunden wurden.

Auf den Einsatz von Bioziden hat die Gemeinde in diesem Jahr wegen der negativen Wirkung auf andere Falter- und Insektenarten noch bewusst verzichtet.

Meldungen über extrem starken Befall von Bäumen können online auf der Startseite der kommunalen Homepage erfolgen. Hier informiert auch ein Hinweisblatt über den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner. Alle diese Maßnahmen können den Befall allerdings nur eingrenzen. „Letztendlich ist der Eichenprozessionsspinner ein Naturphänomen, und das kann nur mit der Natur gelöst werden“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung abschließend.

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