Brückenneubau am Nieporter Esch
Land beteiligt sich mit 95 600 Euro

Metelen -

Die Brücke für Fußgänger und Radfahrer am Nieporter Esch muss ersetzt werden, weil die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist. Das Land übernimmt 70 Prozent der Kosten für einen Neubau, wie die Bezirksregierung nun mitgeteilt hat.

Montag, 20.07.2020, 05:59 Uhr aktualisiert: 21.07.2020, 17:06 Uhr
Fast 120 Jahre alt ist die Fußgänger- und Radfahrer-Brücke am Nieporter Esch, die nun abgerissen werden soll. Das Land beteiligt sich mit 95 600 Euro am Neubau, wie Bauamtsleiter Stefan Weßling (l.) und Bürgermeister Gregor Krabbe nun beim Ortstermin berichteten.
Fast 120 Jahre alt ist die Fußgänger- und Radfahrer-Brücke am Nieporter Esch, die nun abgerissen werden soll. Das Land beteiligt sich mit 95 600 Euro am Neubau, wie Bauamtsleiter Stefan Weßling (l.) und Bürgermeister Gregor Krabbe nun beim Ortstermin berichteten. Foto: Anne Spill

Bürgermeister Gregor Krabbe erinnert sich noch gut daran, wie er als Junge auf dem Weg zur Schule über die Brücke am Nieporter Esch stakste – damals lagen noch Bahnschwellen auf der ehemaligen Zugtrasse. Über die Jahre wurde die Brücke für Fußgänger und Radfahrer immer mal überarbeitet, sodass heute eine ebene Holzfläche über die Vechte führt.

Aber: Der Zahn der Zeit nagt an dem 1901 für den Eisenbahnverkehr errichteten Bauwerk. Die Brücke ist mittlerweile so stark beschädigt, dass sie umfangreich saniert oder ersetzt werden muss. „Eine Prüfung im Jahr 2018 hat ergeben, dass die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist“, erläutert Bauamtsleiter Stefan Weßling beim Ortstermin und verweist unter anderem auf Korrosionsschäden in der Lagerkonstruktion und abgeplatztes Böschungspflaster. „Bei Starkregen, wenn die Vechte viel Wasser führt, könnte es passieren, dass Teile ausgeschwemmt werden“, erklärt er.

Wichtiger Knotenpunkt

Die Brücke ist jedoch ein wichtiger Knotenpunkt, wie Bürgermeister Gregor Krabbe betont. Zwei überregionale Fahrradrouten – die 140 Kilometer lange Aa-Vechte-Tour und die 235 Kilometer lange Vechteroute – führen über das elf Meter lange und drei Meter breite Bauwerk. Außerdem verbindet die ehemalige Bahntrasse Metelen mit Burgsteinfurt und Heek.

Dass ein Ersatz her muss, ist also unbestritten. Eine Instandsetzung wäre aber teurer als ein Neubau, erläutert Stefan Weßling. So soll die fast 120 Jahre alte Brücke noch in diesem Jahr abgerissen und anschließend neu errichtet werden. Gesamtkosten: etwa 136 500 Euro. Das Land übernimmt rund 95 600 Euro – also etwa 70 Prozent der Kosten –, wie die Bezirksregierung nun mitgeteilt hat. „Wir sind froh, dass wir die Kostenzusage erhalten haben“, macht Bürgermeister Gregor Krabbe deutlich.

„Im Moment sind wir dabei, das Leistungsverzeichnis zu erstellen“, berichtet Bauamtsleiter Stefan Weßling. Wird die Vergabe von Seiten der Politik beschlossen, können die Arbeiten ausgeschrieben und womöglich noch im November oder Dezember begonnen werden.

Wie die neue Brücke dann aussehen soll, wird noch in der Metelener Politik zur Diskussion gestellt. Möglich wäre zum Beispiel eine Stahlkonstruktion mit einer rutschfesten Oberfläche, auch Varianten mit Holz sind denkbar.

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