Stimmabgabe am 13. September
Zehn Wahllokale an vier Orten

Metelen -

Seniorenheime und Kindergärten sind in diesem Jahr außen vor: Bei den Wahllokalen gibt es umfangreiche Änderungen, wie Wahlleiter Andreas Joost erläuterte. So können die Metelener am 13. September in insgesamt zehn Lokalen an vier Orten ihr Kreuzchen machen – oder natürlich per Briefwahl abstimmen.

Mittwoch, 29.07.2020, 07:58 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 17:58 Uhr
Am 13. September ist Kommunalwahl. Die Metelener können in zehn Wahllokalen an vier Orten ihre Stimme abgeben.
Am 13. September ist Kommunalwahl. Die Metelener können in zehn Wahllokalen an vier Orten ihre Stimme abgeben.

In diesem Jahr ist alles ein bisschen anders – das gilt auch für die anstehenden Wahlen: „Bisher haben wir immer versucht, die Wahllokale möglichst breit zu streuen“, berichtete An­dreas Joost in der Sitzung des Wahlausschusses am Montagabend. Auch Kontinuität bei der Wahl der Örtlichkeiten habe eine wichtige Rolle gespielt, um den Bürgern die Stimmabgabe zu erleichtern. „Darauf verzichten wir dieses Jahr.“ Der Grund, natürlich: Corona.

Seniorenheime und Kindergärten kommen dieses Mal wegen des Gesundheitsschutzes nicht in Frage – genauso wenig wie Gaststätten oder Feuerwache, erläuterte Joost. Stattdessen greift die Gemeinde auf die Sporthalle zurück, wo gleich vier Wahllokale eingerichtet werden, sowie auf den Kultursaal des Bürgerhauses mit drei Wahllokalen, die Aula der Grundschule mit zwei Wahllokalen und das Pfarrzentrum Oase mit einem Wahllokal.

„Abgetrennt werden die Lokale durch blickdichte Bauzäune, die wir mieten“, erläuterte Wahlleiter An­dreas Joost. Hygienekonzepte für alle Einrichtungen seien in Arbeit. Geplant sei ein Umlaufsystem, „damit man sich bei der Stimmabgabe nicht in die Quere kommt“, und Spuckschutzwände für die Wahlvorstände.

Verzichten müssen die Metelener in diesem Jahr auch auf eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse. „Den Sitzungssaal brauchen wir für den Briefwahlvorstand“, erklärte Joost. Über die kostenlose App „votemanager“, die auch auf der Homepage der Gemeinde zum Download bereitsteht, ließen sich die Ergebnisse live verfolgen.

Apropos Briefwahl: In Zeiten von Corona geht die Gemeinde davon aus, dass der Andrang groß sein wird – zumal die Nachfrage ohnehin schon gestiegen war. „Wir werden noch mal deutlich mehr Briefwähler haben“, prognostizierte Joost. Daher werde bis zum Freitag vor der Wahl (11. September) im Sitzungssaal des Alten Amtshauses ein Briefwahlbüro eröffnet, das jeweils montags bis donnerstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet ist. „Dort können die Wähler auch von der Möglichkeit, direkt ihre Stimme abzugeben, Gebrauch machen“, so Joost. Es bestehe aber natürlich auch weiter die Möglichkeit, sich die Briefwahlunterlagen zuschicken zu lassen. Die entsprechenden Anträge können auch über die Homepage der Gemeinde Metelen eingereicht werden. Telefonische Anträge sind allerdings – wie in der Vergangenheit – nicht zulässig.

Andreas Joost erläuterte im Wahlausschuss zudem, welche Unterstützung es für Menschen mit Sehbehinderungen gibt, um frei und geheim wählen zu können. Dafür gebe es ein kostenloses Wahlhilfepaket mit einer Schablone, die beim Ankreuzen hilft. Die Gemeinde Metelen habe für jeden Bezirk eine 0800er-Nummer eingerichtet, unter denen die jeweiligen Stimmzettel von einem Computer vorgelesen werden. Die Nummer des akustischen Dienstes ist zu erfragen beim Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen unter Telefon 0231/ 5575900 oder per E-Mail an info@bsvw.de.

Wahlhelfer gesucht

Die Gemeinde Metelen sucht noch dringend Wahlhelfer. „Viele haben abgesagt, weil sie zu der Zeit im Urlaub sind“, erläuterte Joost. Wer helfen möchte, kann sich im Rathaus melden, Telefon 0 25 56 / 8 90.

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