Kartoffelacker der Treckerfreunde
Ordentliche Ernte in Aussicht

Metelen -

Zum Unkrautjäten haben sich die Treckerfreunde Metelen jetzt auf ihrem Kartoffelacker getroffen. Ein Blick auf die bevorstehende Ernte stimmt die Mitglieder zuversichtlich.

Mittwoch, 29.07.2020, 06:22 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 17:58 Uhr
Die Treckerfreunde haben sich jetzt zum Arbeitseinsatz auf dem Kartoffelacker am Langenhorster Damm getroffen.
Die Treckerfreunde haben sich jetzt zum Arbeitseinsatz auf dem Kartoffelacker am Langenhorster Damm getroffen. Foto: Anne Spill

„Jetzt nicht den Kopp in den Sand stecken“, flachst Bernhard Gerling , als er sich am Montagabend mit seinen Kollegen von den Treckerfreunden Metelen über den Kartoffelacker beugt. Die fleißigen Männer haben sich zum Arbeitseinsatz verabredet: Sie wollen das Unkraut ziehen, das munter auf dem Feld sprießt – dann fällt auch die Ernte in gut vier Wochen leichter.

Der Kartoffelanbau hat bei den Treckerfreunden schon Tradition: Mit ihren historischen Fahrzeugen legen und ernten sie die tollen Knollen. Im Frühjahr kommt dabei ein zweireihiger Kartoffelleger aus den 60er Jahren zum Einsatz, im Spätsommer rollt der einreihige Kartoffelernter gut drei bis vier Stunden über das Feld. „Da sind auch viele Kinder dabei, die alle einen kleinen Sack voll Kartoffeln mitnehmen dürfen“, berichtet Bernhard Gerling. Den Treckerfreunden sei es ein wichtiges Anliegen, dem Nachwuchs zu zeigen, wie der schmackhafte Erdapfel aus dem Boden geholt wird. „Auch viele junge Eltern wissen gar nicht mehr, wie das geht.“

Dieses Mal hat Landwirt und Treckerfreund Christian Lewing wieder einen 1000 Quadratmeter großen Streifen zur Verfügung gestellt. Der Club legt dabei Wert darauf, dass der Anbau ökologisch erfolgt. „Das ist alles bio“, macht Bernhard Gerling deutlich. Gespritzt wird auf dem Acker nicht – deswegen muss das fröhlich wachsende Wildkraut auch mit Hand und Häcker entfernt werden.

In diesem Jahr hat der Verzicht auf Spritzmittel allerdings laut Bernhard Gelking auch dazu geführt, dass sich die sogenannte Krautfäule ausbreiten konnte: Das Grün der Kartoffelpflanze ist vorzeitig abgestorben. Die Ernte falle voraussichtlich trotzdem ganz ordentlich aus, so die Einschätzung des Treckerfreunds. „Die Menge und Größe sind für Biokartoffeln ganz ordentlich“, zeigt er sich nach einer Probe zufrieden. Man darf sich also freuen auf den großen Erntetag – aber zunächst mal ist Unkrautjäten angesagt. Und wie sagte Bernhard Gerling so schön? Nicht den Kopf in den Sand stecken . . .

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