Anliegerin beklagt Schwerlastverkehr auf Welbergener Damm
„Manchmal wackeln die Scheiben“

Metelen -

Viel zu flott wird auf dem Welbergener Damm gefahren. Das jedenfalls beobachtete Anliegerin Marion Wilger-Schöbel. Sie steht nicht alleine da: Auch an anderen Stellen im Ort wird zu schnell gefahren, wurde der Verwaltung gespiegelt. Diese will für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses nun einen Fachmann aus der Kreisverwaltung einladen, um mit ihm Lösungen zu beraten.

Donnerstag, 15.10.2020, 06:00 Uhr
Marion Wilger-Schöbel beobachtet das Fahrverhalten auf dem Welbergener Damm seit Jahrzehnten. Die Anliegerin und Betreiberin einer Podologie-Praxis hat sich jetzt an die Gemeindeverwaltung gewandt.
Marion Wilger-Schöbel beobachtet das Fahrverhalten auf dem Welbergener Damm seit Jahrzehnten. Die Anliegerin und Betreiberin einer Podologie-Praxis hat sich jetzt an die Gemeindeverwaltung gewandt. Foto: Dieter Huge sive Huwe

„Manchmal wackeln die Scheiben.“ Marion Wilger-Schöbel betreibt eine Podologie-Praxis am Welbergener Damm. Auf der Straße werde nach ihrer Beobachtung nicht nur zu schnell gefahren, sondern das auch noch von großen Lastkraftwagen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen. Die Gemeindestraße entwickele sich immer stärker zur Durchgangsstraße, so die Podologin.

Tempo 30 ist hier eigentlich vorgeschrieben. Nach Ansicht der Anliegerin halten sich aber längst nicht alle Autofahrer an die Limitierung. Auch die Gestaltung des Straßenabschnitts zwischen der Einmündung des Nordrings und Ortsausgang halte sie nicht davon ab. Baumscheiben sollen Kraftfahrer bremsen, quer angelegte Pflasterung im Straßenverlauf die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass es sich eben nicht um eine klassische Durchgangsstraße handelt. Doch beides – und parkende Fahrzeuge – verhindern nicht, dass häufig zu schnell gefahren wird.

Im weiteren Verlauf der Straße – die dann Diekland heißt – nehmen vor allem ortsfremde Fahrzeuge bisweilen Fahrt auf und beschleunigen. Nicht wenige von ihnen wurden bereits vom mobilen Radarwagen der Kreisverwaltung geblitzt. Mitunter ist es wohl erst das Knöllchen, das die Autofahrer auf das Limit der Geschwindigkeit aufmerksam macht.

Für Marion Wilger-Schöbel ist jedenfalls klar, dass es so vor der Tür ihrer Praxis nicht weitergehen kann. Besonders der Schwerlastverkehr und auch schwere Traktoren seien belastend. „Die fahren, weil es so eng ist, teilweise sogar über den Bürgersteig.“ Sie hat sich mit einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung gewandt. Zuständig für Fragen der Verkehrssicherheit ist im Rathaus Simone Frahling. Die Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste erläuterte, dass ihr die Problematik im Zusammenhang mit dem Welbergener Damm bekannt sei. Doch nicht nur hier, auch an anderen Punkten Metelens, etwa im Bereich der Gronauer Straße, gibt es Eingaben von Bürgern im Zusammenhang mit bestehenden Verkehrsregelungen.

Frahling machte deutlich, dass der Kommune in vielen Fragen die Hände gebunden sind: „Auch wenn wir und der Gemeinderat gerne Änderungen hätten, bedarf es auch bei Eingriffen im Bereich von Gemeindestraßen einer Verkehrsrechtlichen Anordnung des Kreises.“

Dies bedeute, führte sie aus, dass die Verkehrsexperten geplante Neuregelungen überprüfen. Und da gebe es etliche Bereiche im Gemeindegebiet, in denen der Kreis anderer Ansicht sei als die Kommune. Frahling erklärte, dass ein Vertreter der Verkehrsbehörde beim Kreis Steinfurt für die kommende Sitzung des Bau- und Planungsausschusses eingeladen werden soll, um Entscheidungen zu erläutern.

Obwohl die Kommune selber also nicht autonom bei der Entscheidung über Geschwindigkeits- oder Tonnagebeschränkungen ist, hat sie zumindest die Möglichkeit, die Verkehrsteilnehmer auf bestehende Regelungen hinzuweisen.

Ein Instrument ist die mobile Geschwindigkeitsanzeige, die an neuralgischen Punkten aufgestellt werden kann und den Autofahrern ihr Verhalten vor Augen führt.

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