Offene Ganztagsschule bekommt einen neuen Träger
Erfolgreiches Konzept weiterführen

Metelen -

Der bisher von ehrenamtlichen Mitgliedern getragene Trägerverein für das Offene Ganztagsangebot an der St.-Vitus-Grundschule zieht sich zum Ende des Schuljahres zurück. Die Gemeinde sucht bereits nach einem neuen Träger, der dann auf professioneller Basis den Ganztagsbetrieb managen soll. Fünf Anbieter haben bereits ihr Interesse signalisiert. Die derzeitigen Mitarbeiter könnten übernommen werden.

Donnerstag, 19.11.2020, 06:00 Uhr
Hausaufgabenbetreuung ist eine
Hausaufgabenbetreuung ist eine Foto: Dieter Huge sive Huwe

Ein Personaletat von gut 200 000 Euro, 13 Mitarbeiter, rund 80 Kinder, die nach Schulschluss teils bis 16 Uhr betreut werden – Metelens Offene Ganztagsschule (OGS) ist in den vergangenen 15 Jahren von kleinen Anfängen zu einer gewachsenen Institution geworden. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Trägervereins, die die Organisation bisher schulterten, zogen jetzt jedoch die Notbremse. Die OGS wird einen neuen Träger bekommen.

Christa Hinkelammert , seit anderthalb Jahren in der Verantwortung an der Spitze des Trägervereins, erläuterte im Rahmen eines Pressegesprächs die Entscheidung zum Wechsel am Ende des laufenden Schuljahres: „Wir sind schon seit längerem in Gesprächen darüber, dass die Organisation des Offenen Ganztags an der St.-Vitus-Grundschule auf Dauer so nicht zu leisten ist.“ Sie nannte zunehmende verwaltungstechnische, aber auch arbeitsrechtliche Anforderungen, die auf den OGS-Träger zukämen.

Hinkelammert, die schon 2005 zum Gründungskreis des Trägervereins gehörte, war es wichtig, dass es trotz des Rückzugs eine Kontinuität in der Arbeit geben soll: „Die OGS leistet gute Arbeit, die vorzeigbar ist“, lobte sie vor allem das Engagement der Mitarbeiter, die überwiegend aus Metelen selber kommen. Diese seien im Vorfeld über die Entscheidung informiert worden.

Grundschulrektor Thomas Wissing erläuterte, dass der Trägerverein den Mitarbeitern der OGS zum 31. Juli 2021 kündigen werde. Gleichwohl machte er unmissverständlich deutlich, dass ihm eine Kontinuität in der Arbeit des Offenen Ganztags besonders wichtig ist – auch in personeller Hinsicht. Aus der Politik habe er das Signal mitgenommen, dass am Standard der OGS nicht gerüttelt werden solle. Der Schulausschuss hatte sich am Dienstag in nichtöffentlicher Sitzung mit dem Thema beschäftigt.

Bürgermeister Gregor Krabbe erläuterte, dass die Gemeinde bereits mit potenziellen Trägern Kontakt aufgenommen habe. Fünf Anbieter hätten ihr Interesse signalisiert. „Wir haben klargemacht, dass es sich bei der OGS in Metelen nicht um einen Sanierungsfall, sondern um ein funktionierendes System handelt“, so der Bürgermeister. „Aus unserer Sicht muss es keinen großen Personalwechsel geben“, machte Krabbe zugleich deutlich, dass auch die Kommune mit der Arbeit der OGS-Kräfte zufrieden ist. Klar sei aber auch, dass der neue Träger in dieser Frage selber entscheide.

Christa Hinkelammert hob heraus, dass einige der bisherigen Mitarbeiter künftige Träger schon aus Fortbildungsveranstaltungen kennen – sicherlich kein Nachteil mit Blick auf eine Weiterbeschäftigung über das laufende Schuljahr hinaus.

Für einen reibungslosen Übergang wird auch Petra Weßling sorgen. Die Verwaltungsmitarbeiterin, die der OGS für die Gemeinde während all der Jahre begleitete, wird auch über den Ruhestand hinaus, in den sie Ende des Jahres tritt, für die Gemeinde tätig sein. Im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung organisiert sie den Trägerwechsel mit. Und sie schloss sich dem Lob der Runde für die Mitarbeiter mit Worten an, die das Engagement auf den Punkt bringen: „Sie sind mit Herzblut dabei.“

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