Julia „Jule“ Langhorst ist Sängerin bei den Headstands
Als „Big-Town-Girl“ ins Vechtedorf

Metelen -

Die Fanbase der Band „Headstands“ wächst. Das Video zur aktuellen Single „Big Town“ ist bereits mehr als 4500 Mal aufgerufen worden. Das schreit nach mehr Musikstoff. Sängerin Julia Langhorst hat erst verhältnismäßig spät das erste Mal vor großem Publikum gesungen und dabei Blut geleckt.

Mittwoch, 27.01.2021, 17:42 Uhr aktualisiert: 27.01.2021, 18:40 Uhr
Die Headstands mit (v.l.) Francesco „Gaspo“ Garcia, Ralf „Kickass“ Müller, Julia „Jule“ Langhorst und Christoph „Licky“ Termühlen spielen ein neues Lied ein. Das Feedback zur zweiten Single „Big Town“ war dafür ausschlaggebend.
Die Headstands mit (v.l.) Francesco „Gaspo“ Garcia, Ralf „Kickass“ Müller, Julia „Jule“ Langhorst und Christoph „Licky“ Termühlen spielen ein neues Lied ein. Das Feedback zur zweiten Single „Big Town“ war dafür ausschlaggebend. Foto: Dennis Stekla

„Musik ist mein Lebenselixier“, sagt Julia „Jule“ Langhorst, Sängerin der Band „Headstands“, über sich selbst. Die Musik sei eigentlich immer irgendwie da gewesen, doch öffentlich ausgebrochen ist sie erst auf der Abschlussfeier in der Schule. Inzwischen sind gut 20 Jahre vergangen. Sie gewährt einen Rückblick und schaut voraus aufs neue Headstands-Werk.

In ihrem Elternhaus wurde oft und gerne gesungen. Da machte Langhorst keine Ausnahme, bloß: „In der Schule wusste niemand, dass ich singe. Als der Abschluss anstand, fragte mich der Musiklehrer, ob ich mir vorstellen könnte, in der Aula zu singen. Ich habe unter der Bedingung zugesagt, dass ich das nicht alleine mache.“

Das Feedback hat uns angespornt, ein neues Lied einzuspielen.

Julia Langhorst

Eine weitere Schülerin meldete sich, die jedoch kurz vor dem Auftritt vom Lampenfieber gepackt wurde und einen Rückzieher machte. „Also stand ich allein auf der Bühne“, erinnert sich Langhorst. Zu ihrer persönlichen Premiere sang sie „Killing Me Softly“ von den Fugees – vor zahlreichen staunenden Augen und offenen Mündern. „Da habe ich Blut geleckt.“ Heute bringt sie nach einigen musikalischen Stationen ihr Talent bei den Headstands ein.

Das Video zur zweiten Headstands-Single „Big Town“ entstand im Hauenhorster Lokschuppen.

Das Video zur zweiten Headstands-Single „Big Town“ entstand im Hauenhorster Lokschuppen. Foto: Screenshot

In der zweiten und aktuellen Single „Big Town“ findet sich die 38-Jährige auch persönlich wieder. Es geht darin um jemanden, der aus einer Kleinstadt in eine Großstadt zieht, sich dort verloren fühlt und wünscht, dort ein Zuhause zu finden. Langhorst ist nach der Schulzeit von Bielefeld nach Hannover gezogen. Die Bezeichnung des ostwestfälischen Ortes als klein hält hier natürlich nur in Verbindung mit Hannover stand. „Dort war ich auf mich allein gestellt. Mein erster Kontakt war mit jemandem, den ich nach dem Weg gefragt habe. Seine Antwort war: ‚Such dir deinen Weg doch selbst!‘“, erzählt sie. Dieser Satz habe die Metelenerin nachhaltig geprägt.

In der Schule wusste niemand, dass ich singe.

Julia Langhorst

In der niedersächsischen Landeshauptstadt hat Langhorst ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel abgeschlossen und ist weiterhin ihrer musikalischen Leidenschaft nachgegangen. Sie performte bei der Coverband „Full Flavor“, später sang sie Eigenkompositionen von „JayDay“. Nach einem Umzug nach Osnabrück war sie die Stimme der „Stageminister“, ehe Langhorst berufsbedingt von 2014 bis 2017 eine musikalische Pause einlegte. Vor vier Jahren schloss sie sich den Headstands an, auch weil die Band Eigenkompositionen spielt. Und sie ist nach Metelen gezogen.

Sag niemals nie

Dies war eigentlich nie der Plan des „Big-Town-Girls“: „Als ich meinen jetzigen Mann kennengelernt habe, wohnte ich in Osnabrück. Damals habe ich gesagt, dass ich nie nach Metelen ziehen würde.“ Das Vechteörtchen sei ihr zu klein. Doch es kam anders, was in Nachgang unter anderem die Headstands-Fans sicherlich erfreut hat. „Jetzt fühle ich mich hier sehr wohl und möchte hier nicht mehr weg.“

Heute ist sie als Personaldisponentin tätig. Mittlerweile gehört auch der dreijährige Maximilian zu ihrer Familie, der kürzlich eine Gitarre geschenkt bekommen hat. „Musikalisch kommt er nicht nach mir“, sagt Langhorst lachend. Sie selbst habe „leider“ nie gelernt, so richtig ein Instrument zu spielen. Ihr Metier war immer der Gesang. Das Talent hat sie als junge Frau mit einem Jahr Gesangsunterricht handwerklich gefestigt.

Jetzt fühle ich mich hier sehr wohl und möchte hier nicht mehr weg.

Julia Langhorst

Das Videoshooting zu Headstands „Big Town“ fand im Hauenhorster Lokschuppen statt, was neugierige Spaziergänger zum Einlegen einer Pause bewegte. „Das Feedback dort vor Ort wie auch jenes im Netz hat uns angespornt, ein neues Lied einzuspielen“, erklärt Langhorst und freut sich über die wachsende Fanbase. Das Video ist über 4500 Mal angeschaut worden.

Den Text des neuen Rock-Pop-Stücks hat dieses Mal sie selbst beigesteuert. Eine Kunst, die die Metelenerin seit ihrer Zeit mit „Licky“, „Gaspo“ und „Kickass“ weiterentwickelt hat. Die Band befindet sich noch in der Findungsphase, wie das neue Liedgut mit bewegten Bildern unterlegt werden kann. Die Coronapandemie beschränke viele Ideen.

Headstands sind bei Facebook , Instagram und auf Youtube unterwegs.

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