Patienten der Praxis Spies-Hecker spenden für den guten Zweck
Gutes tun mit altem Zahnersatz

Metelen -

In der Praxis von Dr. Violetta Spies-Hecker sorgen die Patienten mit ihren Zahngold-Spenden dafür, dass gemeinnützige Vereine und Organisationen vor Ort unterstützt werden können, wie in diesem Jahr der Arbeitskreis Sternenkinderstele.

Dienstag, 09.02.2021, 06:00 Uhr aktualisiert: 09.02.2021, 10:28 Uhr
Nicht immer sieht ein Gebiss so ebenmäßig aus. Ist Zahnersatz mit Edelmetall-Inhalten altersschwach oder defekt, besteht die Möglichkeit, ihn zu spenden.
Nicht immer sieht ein Gebiss so ebenmäßig aus. Ist Zahnersatz mit Edelmetall-Inhalten altersschwach oder defekt, besteht die Möglichkeit, ihn zu spenden. Foto: dpa

Viele tragen es mit sich herum, ohne groß darüber nachzudenken, denn bewusst wird es immer nur dann, wenn es unangenehm zu werden droht: Zahngold. Gewöhnlich dient das edle Metall eben dazu, die Beißerchen weiterhin robust zu halten – ein Werkstoff, den Dentisten seit Jahrhunderten gerne nutzen.

Doch wenn die alte Brücke abgenutzt ist oder die Krone nicht mehr schmückt, sondern nur noch zwickt, ist gewöhnlich Schluss mit der güldenen Wertanlage im eigenen Gebiss. Dr. Violetta Spies-Hecker ist Zahnärztin in Metelen und bietet ihren Patienten in solchen Fällen eine Option an, die auch noch Gutes tut: Eine Zahngoldspende für den guten Zweck.

„Gold als Bestandteil von Zahnersatz macht zwar das Gros an Metallen aus, doch gibt es noch weitere Bestandteile“, erläutert die Zahnheilkundlerin. Und genau diese seltenen und entsprechend wertvollen Stoffe spenden ihre Patienten ebenfalls in vielen Fällen.

„Natürlich gibt es auch den ein oder anderen, der seine alte Krone nach der Behandlung mitnimmt“, berichtet die Zahnärztin. Da in der Regel bei der Veräußerung nur vergleichsweise kleine Summen zusammenkommen, ist der Verkauf mitunter mühsam. „Meist sind das Beträge, die bei rund 20 Euro liegen“, überschlägt Spies-Hecker.

Sie freut sich darüber, dass die meisten Patienten die Möglichkeit nutzen, ihr altes Zahngold zu spenden – direkt in der Praxis. Bereits im Wartezimmer weist ein Plakat auf die Option hin. Denn was für den Einzelnen allenfalls den Gegenwert eines Restaurant-Menüs darstellt, das er mit seinem restaurierten Gebiss verzehren könnte, ist für die Empfänger der Zahngoldspende in der Summe ein Betrag, mit dem wichtige Projekte umgesetzt werden können.

In diesem Jahr ging die Spende der Praxis Spies­Hecker am Bahnhof an den Verein, der sich für die Aufstellung der Sternenkinder-Stele auf dem neuen Friedhof stark gemacht hatte. Die Zahnärztin berichtete, dass im vergangenen Jahr 620 Euro durch die Aktion zusammenkommen wären. Die Praxis selber stockte den Betrag auf 800 Euro auf – eine durchaus respektable Summe, die aus vielen nicht mehr benötigten Zahnersatz-Edelmetallen resultiert.

Violetta Spies-Hecker berichtete, dass Praxen, die Zahngold sammeln, gegenüber Privatleuten einen großen Vorteil haben: Etliche der Scheideanstalten, die das Edelmetall trennen, einschmelzen und wieder vermarkten, also in den Wertstoffkreislauf zurückführen, bieten Praxen einen Gratis-Service an. „Ein Mitarbeiter der Scheideanstalt kommt am Ende des Jahres in die Praxis, wiegt und bewertet die gesammelten Spenden“, so die Dentistin. Das sei unkompliziert und somit letztlich auch ein Beitrag der Vermarkter zu der Spende, da für die Praxis keine Verwaltungskosten anfallen.

 

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