Besuch im Testzentrum Metelen
Baustein, um der Pandemie zu begegnen

Metelen -

Ausgebucht war am ersten Tag die Kapazität des Corona-Schnelltestzentrums in der alten Grundschule. Der Pflegedienst Leusbrock übernimmt hier den Check der Metelener. Im Fünf-Minuten-Takt wurden Proben genommen, deren Ergebnis 20 Minuten später feststand. [mit Video]

Donnerstag, 18.03.2021, 14:53 Uhr aktualisiert: 18.03.2021, 15:36 Uhr
Philipp Leusbrock entnimmt mit einem Wattestäbchen bei einem Metelener die Proben aus der Nase. Foto: Dorothee Zimmer.
Philipp Leusbrock entnimmt mit einem Wattestäbchen bei einem Metelener die Proben aus der Nase. Foto: Dorothee Zimmer. Foto: Dorothee Zimmer

Morgens im Büro zog Andreas Joost die Möglichkeit in Betracht, sich nach Dienstschluss im neu eingerichteten und in der alten Grundschule untergebrachten Corona-Schnelltestzentrum einem Test zu unterziehen. Auf der Homepage der Gemeinde fand er die für die Terminvergabe notwendige Seite des Kreises Steinfurt und gab als Wunsch 17.50 Uhr an. Schon kurze Zeit später erhielt er die Bestätigung und einen QR-Code. Als er am Mittwoch nach wenigen Minuten das Testzentrum wieder verlässt, sagt er auf die Frage, wie es war: „Ich fand’s nicht schlimm, eigentlich ganz unspektakulär.“

Etwa 20 Minuten später bekommt er das Ergebnis per Mail vom Kreis zugeschickt. Es sei ja nicht so gewesen, dass er gedacht habe, möglicherweise infiziert zu sein, sagt Joost. Nein, vielmehr sei seine Intention gewesen, Bescheid zu wissen und das Angebot auszuprobieren. „Es ist eine Mischung aus Vorsorge und Interesse und ein weiterer Baustein, um der Pandemie Herr zu werden.“

Bei Willi Rieps verhält sich die Sache ähnlich. „Ich wollte es ausprobieren“, erzählt er auf dem Pausenhof im Anschluss an den Test, bei dem aus beiden Nasenlöchern Proben entnommen werden. Ihm tränen ein wenig die Augen, dem misst er aber weiter keine Bedeutung zu. Er findet es gut, dass man sich jetzt einmal die Woche testen lassen kann. Die hohe Schlagzahl habe den Vorteil, in den relativ kurzen Zeiträumen Kontakte besser rekapitulieren zu können.

Ins Testzentrum darf immer nur eine Person. Auf einer Tafel stehen kurze Verhaltensweisen, unter anderem, dass man bei sich selbst den Verdacht ausschließen soll, am Coronavirus erkrankt zu sein. Dann nämlich ist der Gang zum Hausarzt erforderlich. Theresa Leusbrock-Böking und Verena Henrichmann sitzen am Check-in. Sie erledigen die Formalitäten und scannen den QR-Code.

Danach geht es weiter in eine Kabine, wo Philipp Leusbrock die Tests mit Wattestäbchen vornimmt. „Das kann etwas kitzeln“, erklärt der Geschäftsführer des gleichnamigen Pflegedienstes. Er weist noch darauf hin, sich bei einem negativen Befund nicht zu lange in Sicherheit zu wiegen: „Das Ergebnis ist eine Momentaufnahme.“ Fällt ein Test, der direkt vor Ort ausgewertet und dann als Information sofort an den Kreis übermittelt wird, positiv aus, bezieht der Kreis automatisch das Gesundheitsamt mit ein.

Die Nachfrage am Mittwoch, Tag eins der Testzentrum-Öffnung, ist groß. „Alle Termine, die für heute vom Kreis im Fünf-Minuten-Takt vergeben worden sind, sind belegt“, berichten Henrichmann und Leusbrock-Böking, die ebenfalls beide der Geschäftsführung angehören. Wie lange das vom Pflegedienst Leusbrock besetzte Testzentrum Bestand haben wird, steht, so sagen die beiden Schwestern, derzeit nicht fest: „Es ist solange angelegt, bis die steigenden Zahlen deutlich abnehmen.“

Video "Schnelltest-Stationen im Münsterland" in Kooperation mit dem WDR: 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7873511?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F178%2F
Nachrichten-Ticker