Vom Dino-Zoo bis zum Kieferngrundsee durch die Metelener Heide
An Abzweigungen hilft das Internet

Metelen -

Hügelig und einsam: Eine Wanderung durch die Metelener Heide hat ihren ganz besonderen Charme. Startpunkt ist am Dino-Zoo und führt durch schöne Natur. Auch Zeit für ein kleines Picknick bleibt auf dem rund drei Kilometer langen Weg bis zum Kieferngrundsee.

Montag, 05.04.2021, 21:00 Uhr
Rieke Tombült ist durch die Metelener Heide gewandert.
Rieke Tombült ist durch die Metelener Heide gewandert. Foto: Rieke Tombült

Wer die stinknormalen Sonntagsspaziergänge satt hat, sollte sich auf ein aufregenderes Terrain wie die Metelener Heide wagen. Als Nicht-Metelenerin kann ich nur sagen, dass ich positiv überrascht war. Denn es war ungewöhnlich hügelig und einsam. Im besten Sinne. Allerdings sollte das Schuhwerk gut gewählt sein. Die normalen Straßen-Sneaker haben bei dem stetig wechselnden Untergrund nämlich so ihre Tücken. Zumindest habe ich mir Blasen gelaufen.

Menschen und Pferde

Startpunkt für die Route ist der Parkplatz am Dino-Zoo. Die meiste Zeit geht es geradeaus. Das Ziel des Spaziergangs soll der Kieferngrundsee in Steinfurt sein. Die Menge der Leute, die einem auf der etwa drei Kilometer langen Reise begegnen, ist überschaubar. Nahezu gleichzusetzen mit der Anzahl an Pferden, die den Weg kreuzen.

Im Laufe der Strecke hat sich nämlich herausgestellt, dass es ebenso eine beliebte Route unter Reitern ist. Was mir die ein oder andere Reiterin unter meinen Freundinnen nachher bestätigen konnte. Durch die angenehme Tiefe des Kieferngrundsees können Tier und Mensch ganz einfach quer durch den See reiten, ohne dass es brenzlich wird.

Weggabelung

Das erste Etappenziel für mich und meine Begleitung war eine Bank an einer Weggabelung. Da uns nicht direkt klar war, welche der zwei Optionen zum Kieferngrundsee führt, haben wir die erste Rast gemacht. Bei Kaffee, Brötchen und vielem Grübeln ist uns der versteckte Pfad hinter der Sitzgelegenheit aufgefallen.

Der Dino-Zoo ist Startpunkt der Wanderung.

Der Dino-Zoo ist Startpunkt der Wanderung. Foto: Rieke Tombült

So überschaubar, dass man denken könne, vor uns hat ihn erst eine Hand voll Leute betreten. Die anfängliche Skepsis war schnell verflogen, denn schon kurze Zeit später bestätigte ein entgegenkommendes Pärchen die Richtigkeit.

Vogelgezwitscher

Mitten durch die Pampas begleitet von lautem Vogelgezwitscher haben wir dann wahrscheinlich so einige Meter abhandeln können. Es ging zügig auf und mindestens so schnell auch wieder ab. Auf einer höher gelegenen Lichtung standen wir wieder vor der Frage, welche der vielen Abzweigungen nun zu unserem Ziel führt. Als Orientierungshilfe steht dort ein mittelgroßer grabsteinähnlicher Pfeiler.

Ein etwas versteckter Pfad, der nicht direkt aufgefallen ist und hinter der Bank startet.

Ein etwas versteckter Pfad, der nicht direkt aufgefallen ist und hinter der Bank startet. Foto: Rieke Tombült

Offen gesagt, haben wir uns in solchen Situationen immer auf die Auskunft des Internets verlassen. Ein Blick in das eigene Smartphone hat dann schnell für Klarheit gesorgt: An dem Stein quer geradeaus.

Ziel erreicht

Nach der Abzweigung wird der Weg um einiges breiter und führt durch Nadelwälder hindurch. Jedoch sollte man auf der Strecke bleiben, denn die Wälder sind als Wildschutzgebiet gekennzeichnet. Kurz vor dem Ziel hat das noch für einen kleinen Lacher gesorgt. Auf der linken Seite machten Schilder auf ein ruhiges Verhalten zum Schutze der Tiere aufmerksam.

Ein Picknick auf einer Bank in der Metelener Heide,

Ein Picknick auf einer Bank in der Metelener Heide, Foto: Rieke Tombült

Keine fünf Sekunden später konnten wir den Zug – ebenfalls auf der linken Seite – aus Münster Richtung Enschede lautstark an dem Wald vorbeirollen hören. Apropos Zug: Am Ende des Waldes und Weges, wenn man auf eine Straße kommt, ist links ein Bahnübergang, der mehr oder weniger das Ziel markiert. Direkt dahinter befindet sich nämlich der Kieferngrundsee. Wer an dieser Stelle noch keine müden Füße hat, kann das idyllisch gelegene Gewässer noch einmal umrunden, bevor der Heimweg über dieselbe Strecke ansteht.

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