Planungen fürs Baugebiet Wettringener Straße
18 Bauplätze im Schatten der B 70

Metelen -

Metelen bekommt ein neues Baugebiet. An der Wettringener Straße, direkt im Anschluss an die Wohnanlage Metelener Heide, sollen 18 Bauplätze entstehen. Das Gebiet im Schatten der Bundesstraße 70 wird durch eine zentrale Straße erschlossen, verfügt über eine Erweiterungsoption in östlicher Richtung und wird zum Radweg hin durch einen Wendehammer und Poller hin abgeschlossen.

Mittwoch, 21.04.2021, 06:00 Uhr
Die Luftaufnahme und die eingezeichnete projektierte Anordnung der Grundstücke zeigen, dass das neue Baugebiet zweigeteilt ist – in einen Bereich mit zehn flacheren, bungalowartigen Gebäuden zur Wohnanlage Metelener Heide hin und in weitere acht Grundstücke im östlichen Teil. Das Gebiet wird im Norden begrenzt durch die Wettringener Straße, im Süden durch die B 70.
Die Luftaufnahme und die eingezeichnete projektierte Anordnung der Grundstücke zeigen, dass das neue Baugebiet zweigeteilt ist – in einen Bereich mit zehn flacheren, bungalowartigen Gebäuden zur Wohnanlage Metelener Heide hin und in weitere acht Grundstücke im östlichen Teil. Das Gebiet wird im Norden begrenzt durch die Wettringener Straße, im Süden durch die B 70. Foto: Gemeinde Metelen

In einem neuen Gebiet an der Wettringener Straße sollen 18 Bauplätze entstehen. Den ersten Schritt im Verfahren machte am Montagabend der Bauausschuss der Gemeinde, indem er die Offenlage der Pläne beschloss.

Diese hatte Nora Niederwemmer vom Büro nts aus Münster präsentiert. Sie beschrieb die Fläche, die sich östlich an die Wohnanlage Metelener Heide anschließt und aktuell Grünland mit einem mittig hindurchführenden Wirtschaftsweg bildet. Dieses Gebiet soll nun zu Bauland werden, wobei der jetzige Weg in etwa auch der Erschließungsstraße in dem Bereich entsprechen wird. Diese endet in einem Wendehammer und erfährt im nordöstlichen Bereich eine Stichstraße, die nicht nur der Erschließung von Grundstücken dient, sondern auch eine Erweiterungsoption ermöglichen soll.

Zehn Grundstücke sind für den westlichen Bereich, also zur Wohnanlage hin vorgesehen, wobei der Abstand zwischen den Neubauten und der Anlage 25 Meter beträgt. Im östlichen Bereich entstehen acht weitere Grundstücke. Ein Vorfluter neben dem jetzigen Weg soll erhalten werden und – abgesehen von notwendigen Verrohrungen für Zufahrten, einen Grünkörper im Zentrum des Gebietes darstellen.

Entsprechend der Vorgaben im Flächennutzungsplan ist ein vereinfachtes Verfahren vorgesehen, um das Gebiet baureif zu entwickeln. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht notwendig, gleichwohl müssen bei den Vorarbeiten zwei „planungsrelevante Arten“, die in dem Gebiet vorkommen könnten, in den Fokus gerückt werden: die Knoblauchkröte und Zwergfledermäuse. Rodungsarbeiten dürfen entsprechend nur zwischen Ende September und Ende Februar erfolgen. Mögliche Sommerquartiere der kleinen Fledertiere dürfen ebenfalls nur in den Wintermonaten abgerissen werden.

Breiten Raum nahm in der Erläuterung der Planerin das Thema Lärmschutz ein. Dieser geht weniger vom dem Gebiet selber aus – es ist als verkehrsberuhigter Bereich geplant – sondern vielmehr von der benachbarten Bundesstraße 70. Nora Niederwemmer sagte: „Die Lärmemissionen der B 70 sind nachts flächendeckend in dem gesamten Gebiet zu laut. Reagieren könne man darauf beispielsweise mit Grundrissanordnungen der Gebäude aber auch mit baulichen Maßnahmen wie schallschluckenden Fenstern – Stichwort passiver Lärmschutz.

Auf Nachfrage von Martin Grotegerd (CDU) stellte die Planerin heraus, dass es keine vorgeschriebene Baulinie (Bauflucht) in dem Gebiet geben solle. Vermutlich mit einem Pumpwerk soll die Entwässerung dargestellt werden, erläuterte Bauamtsleiter Stefan Weßling auf Nachfrage von Andreas Weßling (Grüne) hin.

 

Der Offenlagebeschluss fiel im Ausschuss einstimmig. Er muss noch vom Gemeinderat, der am 17. Mai (Montag) tagt, bestätigt werden.

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