Von Pachelbel bis Popularmusik
Junge Kantorei und Posaunenchor setzen ökumenisches Musikprojekt in Mettingen fort

Mettingen -

Im morgendlichen Gottesdienst am vorvergangenen Sonntag hatte die Orgel in der Evangelischen Kirche ausnahmsweise einmal Pause. Und dennoch bekamen die Besucher viel Musik zu hören.

Sonntag, 02.07.2017, 13:07 Uhr

Konzert statt Gottesdienst: Die katholischen und evangelischen Musiker spielten ein breites Programm.
Konzert statt Gottesdienst: Die katholischen und evangelischen Musiker spielten ein breites Programm. Foto: privat

Dafür sorgten die Junge Kantorei aus der St.-Agatha-Gemeinde und der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde aus Mettingen.

Pastor Kay-Uwe Kopton begrüßte zur gewohnten Gottesdienstzeit um 10 Uhr die Besucher freudestrahlend zur dritten Auflage des ökumenischen Musikprojektes. Das sei eine Tradition, die man doch fortführen sollte, so Kopton, womit er sicherlich allen Mitgliedern von Posaunenchor und Junger Kantorei aus der Seele sprach, heißt es in einem Pressetext. Denn die ökumenische Zusammenarbeit, die zwischen den Kirchenleitungen noch häufig zu Problemen führe, klappe offensichtlich in Mettingen auf musikalischem Wege schon sehr gut. Schließlich würden sowohl in der Jungen Kantorei als auch im Posaunenchor katholische und evangelische Christen gemeinsam musizieren.

Die Mitglieder beider Chöre würden sich untereinander aus der ehrenamtlichen Arbeit, Nachbarschaft und Freundeskreis kennen. Überdies vereine natürlich alle die gemeinsame Liebe zur Musik. Dies wurde auch im Gottesdienst sichtbar. Die Junge Kantorei unter der Leitung von Gerhard Baune trug mit drei populärmusikalisch beeinflussten Kirchenliedern – der Weltjugendtags-Hymne „Jesus Christ, you are my life“, dem eher ruhigen „Still“ von Hillsong United und dem fröhlichen „Steh‘ auf und geh‘ ins Leben“ von Michael Schmoll, zu dem Musikprogramm bei. Der Posaunenchor – abwechselnd von Erich Kempka und Thomas Vossmann dirigiert – stellte fetzige, von moderner Musik beeinflusste Bläserstücke von Richard Roblee dem melancholischen Kirchentagslied „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ gegenüber. „Besonders interessant war auch der Bläsersatz vom irischen Segenslied ,Möge die Straße uns zusammenführen‘“, heißt es im Pressetext. Beide Gruppen ließen sich darüber hinaus zusammen hören. Am Ende waren sich Publikum und Verantwortliche einig, dass die Veranstaltung rundum gelungen war.

Wer Lust hat mitzumachen, meldet sich bei Lisa Förk-Schwunk (Junge Kantorei; ✆  05452/3055) oder Erich Kempka (Posaunenchor; ✆ 05452/1873).

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