Ladestationen ermöglichen 82 400 emmissionsfreie Kilometer
Stadtwerke Tecklenburger Land gut unterwegs in Sachen Elektromobilität

Tecklenburger Land -

Die Zahl der Elektroautos wächst – langsam, aber doch stetig. Das gilt auch für die Region. Die Stadtwerke Tecklenburger Land sind dabei nach eigener Darstellung in Sachen Elektromobilität gut unterwegs. Seit August 2018 hat der regionale Energieversorger danach mehr als 82 400 Kilometer Mobilität ohne klimaschädliche Emissionen ermöglicht.

Dienstag, 14.05.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 15.05.2019, 13:50 Uhr
Die Ladesäule am Konrott in Westerkappeln wurde vom 1. August 2018 bis zum 30. April dieses Jahres insgesamt 72 genutzt.
Die Ladesäule am Konrott in Westerkappeln wurde vom 1. August 2018 bis zum 30. April dieses Jahres insgesamt 72 genutzt. Foto: Frank Klausmeyer

„Unser Einstieg in die E-Mobilität ist gelungen. Das Angebot kommt bei den Menschen im Tecklenburger Land gut an“, zieht Daniel Georg, Leiter Unternehmenssteuerung und -entwicklung, neun Monate nach Inbetriebnahme der ersten E-Ladestationen der Stadtwerke Tecklenburger Land Bilanz. Bis Ende dieses Jahres will das Unternehmen sein öffentliches Ladesäulennetz auf insgesamt 32 Ladesäulen mit 64 Ladepunkten in der Region erweitern.

Noch müssen Fahrer von Elektrofahrzeugen keine Schlange vor den Stromtankstellen stehen, zumal noch andere Energieversorger Ladesäulen anbieten. Insgesamt sind im Kreis Steinfurt aktuell 403 E-Autos zugelassen, davon 15 in Westerkappeln, sechs in Lotte, 59 in Ibbenbüren sowie elf in Mettingen.

Diese Daten des Kreisstraßenverkehrsamtes zeigen zumindest, dass die Zulassungszahlen der Autos mit reinem Elektroantrieb steigen, prozentual betrachtet gibt es innerhalb kurzer Zeit sogar eine Vervielfachung: Denn vor knapp zweieinhalb Jahren (Stichtag 31. Dezember 2016) waren im ganzen Kreis nur 166 solcher Pkw angemeldet, davon lediglich drei in Westerkappeln, zwei in Lotte, 23 in Ibbenbüren und fünf in Mettingen.

Aktuell betreiben die Stadtwerke laut Mitteilung acht Ladesäulen mit 16 Ladepunkten, und zwar in Westerkappeln am Konrottparkplatz, in Lotte-Wersen am Rathausplatz sowie weitere in Ibbenbüren, Mettingen, Recke, Hopsten und Hörstel. Den mit Abstand größten Zuspruch finde die Ladestation an der Weberstraße in der Ibbenbürener Innenstadt. Bis zum 30. April sei die Ladesäule insgesamt 374 Mal genutzt worden. Dabei seien E-Fahrzeuge mit insgesamt 5320 Kilowattstunden aufgeladen worden. Das entspreche in etwa einer Leistung von 35 400 emissionsfreien Kilometern.

Vergleichsweise stark frequentiert sei auch die Ladestation an der Clemensstraße im Ortskern von Mettingen. Jeder fünfte Ladevorgang im E-Ladenetz der Stadtwerke Tecklenburger Land erfolge dort.

An der Station am Konrott in Westerkappeln gab es im Zeitraum vom 1. August 2018 bis zum 30. April dieses Jahres insgesamt 72 Ladevorgänge, was 8173 emissionsfreien Kilometern entspreche, wie Pressesprecherin Vera Konermann auf Nachfrage erläutert. Man kann die Zahlen natürlich auch anders drehen: Im Durchschnitt nur alle vier Tage hat jemand an der Ladesäule Strom getankt.

Im gleichen Zeitraum seien es in Wersen an der Westerkappelner Straße 57 Ladevorgänge gewesen, was mit einer Fahrleistung von 5126 emissionsfreien Kilometern gleichgesetzt werden könne.

Hans-Heinrich Wegener aus Mettingen ist laut Mitteilung seit fünf Jahren E-mobil unterwegs. Sein Auto – ein Renault Zoe – bringe es im Sommer auf eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern. „Das reicht vollkommen aus”, meint Wegener. „Die meisten Fahrten unternimmt man ohnehin im näheren Umfeld.” Insgesamt bewertet Wegener die Ladeinfrastruktur in der Region als sehr gut.

Hans-Heinrich Wegener lädt sein E-Fahrzeug regelmäßig an der Clemensstraße in Mettingen auf.

Hans-Heinrich Wegener lädt sein E-Fahrzeug regelmäßig an der Clemensstraße in Mettingen auf. Foto: Frank Klausmeyer

Die Ladevorgänge an den Ladestationen der Stadtwerke Tecklenburger Land dauern nach deren Angaben im Durchschnitt 2,9 Stunden. Pro Ladevorgang fließen im Schnitt 13,1 Kilowattstunden Strom. An den Ladesäulen komme ausschließlich Strom aus regenerativen Energieträgern zum Einsatz, versichern die Stadtwerke. Für Wegener ist das ein wichtiges Argument für die E-Mobilität. „Es geht um umweltfreundliches Fahren.”  

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