Pater Donatus Kestel feiert Diamantenes Priesterjubiläum
Ein Segen für viele Menschen

Westerkappeln/Mettingen -

„Ich habe für viele Menschen ein Segen sein dürfen“, so sieht Franziskanerpater Donatus Kestel selber sein Wirken in der Kirche und im Orden. Vor 60 Jahren wurde er in Brasilien zum Priester geweiht. Das Jubiläum haben der Seelsorger und viele Gläubige aus Mettingen und Westerkappeln, wo der 86-Jährige seit Jahrzehnten heimisch ist, am Sonntag in der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha gefeiert.

Montag, 26.08.2019, 15:20 Uhr aktualisiert: 26.08.2019, 17:44 Uhr
Nach der Messe mit Pater Shaji George (vorne rechts) nahm Pater Donatus Kestel (mit Blumen) viele GlückGertrud Bodenstein und Pastor i.R. Reiner Ströver (rechts) sind dem Jubilar eng verbunden. Alle drei sind Streiter für die Ökumene.
Nach der Messe mit Pater Shaji George (vorne rechts) nahm Pater Donatus Kestel (mit Blumen) viele GlückGertrud Bodenstein und Pastor i.R. Reiner Ströver (rechts) sind dem Jubilar eng verbunden. Alle drei sind Streiter für die Ökumene. Foto: Dietlind Ellerich

Vor 60 Jahren wurde der Franziskanerpater Donatus Kestel in Brasilien zum Priester geweiht. Das hat er nicht nur am vorletzten Wochenende in seiner Lieblingskapelle auf dem Gut Langenbrück gefeiert, sondern am Sonntag auch in der katholischen Pfarrkirche St. Margaretha. Viele Gläubige aus Mettingen und Westerkappeln, wo der 86-Jährige seit Jahrzehnten heimisch ist, gratulierten dem gebürtigen Amberger nach der Messe mit Pater Shaji George und tauschten Erinnerungen aus.

Auch Reiner Ströver , langjähriger und inzwischen pensionierter Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde, ließ es sich nicht nehmen, als Überraschungsgast ein Grußwort zu sprechen und an die gemeinsame Zeit in der Gemeinde zu erinnern.

Ökumene sei eine der vielen Überschriften, unter denen er das Wirken von Pater Donatus zusammenfassen könne, machte Ströver deutlich. Ob dessen Arbeit in Brasilien und sein Engagement für das Waisenhaus in Aracaju oder sein Einsatz im Franziskanerorden oder im Mettinger Brasilien-Institut, eine solche Offenheit und weltweite Ökumene brauche die Welt, wenn sie eine Chance haben solle, erklärte Reiner Ströver.

Gertrud Bodenstein und Pastor i.R. Reiner Ströver (rechts) sind dem Jubilar eng verbunden. Alle drei sind Streiter für die Ökumene.

Gertrud Bodenstein und Pastor i.R. Reiner Ströver (rechts) sind dem Jubilar eng verbunden. Alle drei sind Streiter für die Ökumene. Foto: Dietlind Ellerich

Er beschrieb Pater Donatus als Avantgardisten, der mit der ökumenischen Trauung von Paaren eine Vorreiterrolle übernommen habe. „Das fand ich toll“, gab Ströver zu. Er hob auch den ökumenischen Religionsunterricht hervor, von dem Studierende des Mettinger Comenius-Kollegs geschwärmt hätten.

Dabei war der Ruf in den Schuldienst für den jungen Franziskaner überhaupt nicht erste Wahl. „Lehrer war ich aus Gehorsam, Seelsorger aus Berufung“, so fasst es der 86-jährige nach fünf Jahrzehnten im Schuldienst zusammen. Erst 2015 hatte er den Dienst quittiert.

Wenn er auf die sechs Jahrzehnte seit seiner Priesterweihe zurückblicke, empfinde eine große Dankbarkeit, aber auch Bewunderung, „was ich in meinem Leben erreichen konnte“. Der Orden und seine Arbeit als Priester hätten ihm Chancen eröffnet, die er als „Zivilist“ nie bekommen hätte, ist dem Senior bewusst.

Sein Engagement weiß auch das Gemeindemitglied Gertrud Bodenstein, die seit 46 Jahren in verschiedenen Gremien eng mit dem Franziskanerpater zusammenarbeitet. Sie erinnert an eine Begebenheit vor wenigen Jahren, als sie Pater Donatus am späten Abend bat, mit ihr gemeinsam zu einem Sterbenden ins Ibbenbürener Krankenhaus zu fahren. „Ich werde nicht versäumen, jemanden zu besuchen, der meine Hilfe braucht“, zitierte Bodenstein am Sonntag Pater Donatus, der ihre Bedenken ob der späten Stunde nicht geteilt habe.

Viele Gratulanten standen Sonntag Schlange, um Pater Donatus Kestel zum Diamantenen Priesterjubiläum zu gratulieren.

Viele Gratulanten standen Sonntag Schlange, um Pater Donatus Kestel zum Diamantenen Priesterjubiläum zu gratulieren. Foto: Dietlind Ellerich

„Ich habe für viele Menschen ein Segen sein dürfen“, so sieht der rüstige Ruheständler selber sein Wirken in der Kirche und im Orden, für die Schüler und Studierenden an einer Grundschule in Vechta, am Missionsgymnasium St. Antonius Bardel nahe Bad Bentheim und am Comenius-Kolleg in Mettingen sowie für die Kinder und Jugendlichen, die in dem von ihm unterstützten Waisenhaus im brasilianischen Aracaju leben. Gut 500 Euro wurden während der Sonntagsmesse für die Arbeit in der Einrichtung gesammelt.

Viele Gratulanten standen danach Schlange, um Pater Donatus Kestel zum Diamantenen Priesterjubiläum zu gratulieren.

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