Nordwalde
„Alter Freund“ wird Bischof von Damongo

Donnerstag, 23.12.2010, 21:12 Uhr

Nordwalde - Als Freitag vergangener Woche bekannt wurde, dass Peter Paul Angkyier neuer Bischof von Münsters Partnerbistum Damongo in Ghana wird, war Martha Heitmann eine der Ersten, die in Deutschland davon erfuhren. Denn Peter Paul, so wird er in Nordwalde nur genannt, hat selbst sofort bei ihr angerufen. Verwundern tut das nicht, denn die beiden haben ein ganz besonderes Verhältnis. Kennengelernt hat die heute 83-Jährige den Priester, als dieser das erste Mal als Urlaubsvertretung in Nordwalde war. „Er ist mir als freundlich und intelligent aufgefallen. Und ich hab immer schon jemanden gesucht, den ich unterstützen kann“, berichtet die Nordwalderin, die für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement Anfang diesen Jahres das Bundesverdienstkreuz bekam. Unterstützt hat sie den künftigen Oberhirten in der Tat: Ob es ihm an Kleidung oder Büchern mangelte, Martha Heitmann sorgte für alles. „Immer so, wie meine finanziellen Möglichkeiten das zugelassen haben.“ Schon oft hat der Geistliche auch bei ihr gewohnt, wenn er zu Gast in Nordwalde war. Dass sie für ihn schon fast so etwas wie eine zweite Mutter ist, ist nicht nur so dahin gesagt. Wenn Peter Paul von Martha Heitmann spricht, dann spricht er von „Mama Martha“.

Ebenso groß wie bei der Seniorin ist die Freude bei Pfarrer Bernd Strickmann über die Ernennung. Er ließ übers Pfarrbüro verkünden: „Mit großer Freude dürfen wir bekanntgeben, dass unser Papst Benedikt einen neuen Bischof für die Diözese Damongo ernannt hat: Es ist unser ,alter Freund´ Peter Paul. Wir gratulieren Bischof Peter Paul von ganzem Herzen und wünschen ihm und seiner Diözese alles Gute und Gottes reichen Segen!“

Und was sagt der Freundeskreis Ghana der St.-Dionysius-Gemeinde, der Damongo seit Jahren unterstützt? „Wir sind begeistert“, freut sich Annegret Schulte-Sutrum, die selbst schon in Damongo war. Und auch bei den Weihefeierlichkeiten, die voraussichtlich im März stattfinden, sollte der Freundeskreis ihrer Meinung nach vertreten sein. „Da werden sich schon welche finden“, ist sie überzeugt. Und am schönsten fände sie es, wenn auch Martha Heitmann mitkäme. „Wenn wir das hinbekämen, das wäre toll.“

Die Seniorin selbst, die Peter Paul vor zehn Jahren schon mal in seiner Heimat besucht hat, ist alles andere als abgeneigt: „Mal sehen was der Tropenarzt sagt, wegen der Impfungen. Wenn´s geht, würde ich gerne mitkommen.“ Wiedersehen wird sie ihren Schützling schon vorher. Denn Peter Paul ist im Januar oder Februar in Europa unterwegs und wird ein paar Tage in Nordwalde bei „Mama Martha“ ausspannen.

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