Nordwalde
Exxon rückt in Lünne an

Mittwoch, 05.01.2011, 19:01 Uhr

Spelle/ Nordwalde - Was in Nordwalde bislang nur geplant ist, nimmt Exxon Mobil nur wenige Kilometer hinter Rheine jetzt schon in Angriff. In den kommenden Tagen will die Firma im Speller Ortsteil Lünne sogenannte Erkundungsbohrungen vornehmen, um festzustellen, ob sich eine Erdgasförderung wirtschaftlich lohnen würde. Dies teilte die Samtgemeinde Spelle auf Anfrage unserer Zeitung mit. Viele Einwohner von Lünne sind beunruhigt und haben sich in der Bürgerinitiative „Gegen Gasbohren“ organisiert.

Etwa vier Wochen soll die Erkundungsbohrung dauern. Das Fracking-Verfahren soll dabei aber nicht angewandt werden. Mit der Bohrung sollen unter anderem Daten aus dem Untergrund und über Gesteinsformationen gesammelt werden. Für den Bohrplatz wird eine Fläche von zirka 2300 Qua­dratmetern benötigt. Der Bohrturm hat eine Höhe von 31 Metern. Die Bohrung geht bis in eine Tiefe von 1500 Metern. Exxon verspricht, nach Abschluss der Arbeiten den Platz wieder zurückzubauen. Wie in Nordwalde hatte Exxon das Projekt im Vorfeld öffentlich vorgestellt.

Um Bedenken der Bürger zu zerstreuen, bietet Exxon Führungen über das Bohrgelände an. Des Weiteren ist nach Bekanntgabe der Ergebnisse eine öffentliche Bürgerversammlung in Lünne für Mitte dieses Jahres geplant.

Anders als für Lünne gibt es für Exxon bislang noch keine Genehmigung im Scheddebrock zu bohren. Die Nordwalder Interessengemeinschaft „Gegen Gasbohren“ (IGGG) befürchtet aber, dass sich die Bohrungen in Lünne wegen der räumlichen Nähe bis weit in den Kreis Steinfurt auswirken. Unter anderem könnte die Trinkwasserversorgung betroffen sein. „Hier kann man wieder sehen, dass es als Nächstes jeden treffen kann“, so Markus Knäpper von der IGGG.

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