Nordwalde
„Exxon ist hier nicht willkommen“

Freitag, 11.02.2011, 17:02 Uhr

Nordwalde - Die „Interessengemeinschaft gegen Gasbohrungen “ (IGGG), warnt den Konzern Exxon Mobil davor, es in Nordwestdeutschland nicht zu einem „ Stuttgart 21 “ kommen zu lassen. Das schreibt der IGGG-Vorsitzende Mathias Elshoff jetzt in einem offenen Brief an den Vorstandsvorsitzenden Dr. Gernot Kalkoffen.

„Ich kann nicht in die Zukunft schauen. Ich merke nur, dass viele Bürger sehr zornig sind“, schreibt der Vorsitzende Mathias Elshoff. Er beruft sich dabei auf die inzwischen allein in Nordwalde und Umgebung gesammelten 3176 Unterschriften und auf eine Online-Petition mit über 1500 Kommentaren. Weiter schreibt Elshoff: „Auch in den anderen Orten, in denen Sie nach unkonventionellem Erdgas suchen wollen, gibt es sehr starke Gruppierungen. Und diese Gruppen werden sich in allen Orten bilden, in denen Konzerne nach Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten suchen werden.“

Mit ihrer Forderung, dass Exxon Mobil seinen Aktivitäten im Münsterland einstellen solle, beruft sich die Nordwalder IGGG auf die Aussage des Unternehmens vom vergangenen Herbst, dass man nur dorthin komme, wo man auch willkommen sei. Wegen „der abstrakten Nähe zu einem Bohrplatz, der Grundwasserverschmutzung und anderer Umweltgefährdungen“ kommt die IGGG zu dem Schluss, dass „der Konzern Exxon ist hier nicht willkommen ist“. Die Bohraktivitäten sollten zumindest gestoppt werden, bis umfangreiche Umweltstudien stattgefunden haben, so eine Forderung er Exxon-Kritiker.

Zum Schluss des Briefes ergeht der Appell an den Vorstand: „Investieren Sie die eine Milliarde Euro lieber in die Forschung regenerativer Energieformen. Dann haben wir auch noch in 50 Jahren den Tiger im Tank. Die heimische Bevölkerung würde es Ihnen danken.“

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