Widerstand gegen Gasbohrungen
CDU-Politiker Karl Schiewerling: „Ich werde Fracking nicht zustimmen“

Nordwalde -

CDU-Bundestagsmitlied Karl Schiewerling ist dagegen, dass Fracking erlaubt wird, solange Gefahren nicht ausgeschlossen werden können. Das teilte er bei einem Treffen mit Vertretern der „Interessengemeinschaft gegen Gasbohren“ (IGGG) mit.

Dienstag, 14.05.2013, 10:05 Uhr

„Von Fracking dürfen keinerlei Gefahren für die Umwelt ausgehen. Solange das nicht zweifelsfrei garantiert werden kann, werde ich Fracking nicht zustimmen“, sagte CDU-Bundestagmitglied Karl Schiewerling jetzt bei einem Treffen mit Vertretern der „Interessengemeinschaft gegen Gasbohren “ (IGGG).

Viele Fragen sind noch offen

Dabei informierte Schiewerling zunächst über den aktuellen Stand der Fracking-Diskussion im Bundestag , innerhalb der Regierungskoalition und innerhalb der CDU /CSU-Bundestagsfraktion. Schiewerling unterstrich dabei, dass er auch dem neuerlichen Gesetzentwurf nicht zustimmen kann. Für ihn bleiben noch zu viele Fragen offen. „Für mich steht an erster Stelle der Schutz des Trinkwassers“, betont der Abgeordnete in einer Pressemitteilung.

Schiewerling sicherte seinen Zuhörern zu, sich weiter „aktiv in die politische Fracking-Debatte in Berlin einzubringen“ und versprach: „Ich werde vehement für meine klare Position kämpfen.“ Dies geschehe im engen Schulterschluss mit den anderen CDU-Bundestagsabgeordneten aus dem Münsterland sowie mit vielen weiteren Kollegen aus den Regionen, in denen ebenfalls die Förderung unkonventionellen Gases geplant ist.

Die IGGG informierte ihrerseits den CDU-Politiker über Hintergründe und die Ergebnisse mehrerer Studien. Die Hinweise und Anregungen will Schiewerling nach eigener Aussage mit in die Diskussionen in Berlin einbringen.

Treffen von 26 Anti-Fracking-Initiativen

Derweil haben 26 Anti-Fracking-Initiativen aus ganz Deutschland jüngst zu einem Erfahrungsaustausch in Korbach getroffen und ganz konkrete Forderungen an den Bund, die Länder und die Europäische Union erarbeitet. Darunter ein sofortiges und ausnahmsloses Verbot sämtlicher Formen von Fracking bei der Erforschung, Aufsuchung und Gewinnung fossiler Energieträger. Unabhängig davon, ob die Rissbildung mit oder ohne den Einsatz giftiger Chemikalien, hydraulisch oder andersartig erzeugt wird.

Ebenso fordern sie ein generelles Import- und Handelsverbot von „gefrackten“ fossilen Energieträgern, ein generelles Verbot der Verpressung des Rückflusses oder der untertägigen Ablagerung von Fluiden und Lagerstättenwässer sowie eine Novellierung des Bergrechts, bei der die höchsten Umweltstandards und Beteiligungsrechte der Öffentlichkeit im Mittelpunkt stehen. Begleitend fordern die Vertreter der Bürgerinitiativen ein konsequentes Umsetzen der politisch beschlossenen Energiewende mit der Abkehr von fossilen Brennstoffen, den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die Steigerung der Energieeffizienz.

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