Westerode Open Air
Eine Bauerschaft unter Strom

Nordwalde/Greven -

Unter Grevener Musikfans längst zum Kult avanciert, überzeugte das Westerode Open Air auch in diesem Jahr mit einer grandiosen Stimmung und einer abwechslungsreichen Bandauswahl.

Montag, 15.07.2013, 16:07 Uhr

Einmal im Jahr ist es vorbei mit der Beschaulichkeit in Westerode: Stromgitarren zerreißen die Luft, Bässe dröhnen kilometerweit und Schlagzeuge hämmern unaufhörlich. Zum zwölften Mal fand am Samstag das „Westerode Open Air“ statt und bescherte den Bewohnern der Bauerschaft reichlich Lärm. Mag das Treiben bei dem einen oder anderen Alteingesessenen für Kopfschütteln sorgen – unter den Metal-Fans in der Umgebung ist es längst zum Kult avanciert.

Überraschend viele Zuschauer hatten sich bereits eingefunden, als das Festival von „Marauder“ eröffnet wurde. Bei der jungen Band aus Greven war purer Heavy Metal angesagt und das Publikum sofort voll dabei. „Cock­roach Planet“ hatten den weiten Weg aus Freiburg angetreten, um gradlinigen Rock mit Anlehnungen an „Black Sabbath“ abzuliefern. Zudem hatte Frontmann Beni Feldmann einen Heimvorteil. Er stammt aus Greven und ist hier unter anderem als Sänger der „Good Night Folks“ bekannt. Nach „Mojo Jazz Mob“ stürmte „Idle Class“ aus Münster die Bühne, die in der Punk-Szene derzeit groß im Kommen ist. Kein Wunder: Die eingängigen Songs laden so richtig schön zum Mitgrölen ein. Die Punk-Rocker von „Snareset“ sind in Greven nicht nur eine feste Größe, sondern beteiligen sich auch maßgeblich an der Organisation des Festivals. Neben den altbekannten Hits gab es auch einige neue Songs zu hören. „New World Depression“ aus Emsdetten hatten im Anschluss leichtes Spiel. War das Publikum zuvor schon gut aufgelegt, gab es nun kein Halten mehr. Kaum ein Besucher stand noch still. „Victima“ sind die Veteranen des Festivals. Und auch in diesem Jahr wurde ihre Show wieder energisch abgefeiert. Zwar setzten sie nur auf Altbewährtes, doch genau das wollten die Fans auch hören. Zum Abschluss gab es noch feinsten Progressive Rock von „Transcend Theory“ aus Münster, die mit ihrem Sound stark an Größen wie „Pink Floyd“ erinnerte, wenn auch mit mehr Härte.

Veranstalter Michael Ries zeigt sich am Ende des Tages „super zufrieden“: „Zum ersten Mal hatten wir von der ersten Band an eine richtig große Party.“

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