Fracking: Renate Künast traf sich mit Kreisgrünen und Interessengemeinschaft am möglichen Bohrfeld
„Diese Wiese ist hart umkämpft“

Nordwalde -

Klar gegen Fracking sprach sich Renate Künast bei einem Ortstermin im Scheddebrock aus. Die Grünen-Politikerin war auf Einladung der Kreistagsfraktion nach Nordwalde gekommen.

Montag, 26.08.2013, 17:08 Uhr

Die zwei einzigen Kinder in der Runde am Feld saßen vollkommen entspannt auf der Erde im Staub zwischen den Beinen der Erwachsenen und spielten mit Stöcken und Steinen. „Wenn hier Kinder so in 25 Jahren spielen, werden sie krank“, sagte die Oma der beiden – zumindest dann, wenn es die Bürger in Nordwalde nicht schaffen werden, dass Fördern von Gas durch die Fracking-Methode in der Bauerschaft Scheddebrock zu verhindern.

Zusammen mit Renate Künast , Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, hatten sich gut 40 Personen am Montagnachmittag an dem möglichen Bohrfeld versammelt.

Renate Künast machte deutlich, dass die Grünen für ein gesetzliches Verbot von Fracking sind. „Dass brennendes Gas aus den Leitungen kommt, das haben wir schon an vielen Stellen gesehen. „Wir wollen es nicht. Und wir brauchen es nicht.“ Es ständen in Deutschland genügend andere Methoden zur Verfügung, um die Energiegewinnung im Land in ausreichendem Maße zu gewährleisten.

Mitglied der Interessengemeinschaft gegen Gasbohren in Nordwalde ist Richard Edeling. Auch er war zum möglichen Bohrfeld gekommen und betonte, dass er Angst davor habe, dass durch Fracking das Grundwasser verseucht wird. „Wasser ist das wichtigste Grundnahrungsmittel, das wir haben.“

„Sie wohnen in einer der schönsten Gegenden Deutschlands“, sagte Friedrich Ostendorff . Und der Bundestagskandidat der Grünen für den Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt II sagte diesen Satz: „Diese Wiese ist hart umkämpft. Wir wollen als Grüne, dass Fracking tatsächlich verboten wird.“

Ostendorff und Renate Künast betonten darüber hin­aus, dass sie es für dringend erforderlich halten, dass das Bergrecht geändert wird. Die Bürger müssten mehr Rechte bekommen; das Verursacherprinzip müsse gelten.

Auf Einladung des Kreisverbandes der Grünen war Renate Künast nach Nordwalde gekommen. Die Grundsatzposition der Grünen im Kreis Steinfurt hatte vor der Begegnung in der Bauerschaft Scheddebrock Vorstandsmitglied Helmut Fehr so auf den Punkt gebracht: „Fracking ist eine Hochrisikotechnologie, deren Auswirkungen nicht erforscht sind. Daher lehnen die Grünen im Kreis Steinfurt jegliches Fracking im Zusammenhang mit der Gewinnung von Gas und anderen Kohlenwasserstoffen ab. Aus heutiger Sicht sind die vom Fracking ausgehenden Gefahren für das Grund- und Trinkwasser technisch nicht beherrschbar.“

 

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