50 Jahre BSG
Mit Ausdauer zum Erfolg

Nordwalde -

Die Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) blickt auf ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hat sie eine umfangreiche Festschrift herausgegeben.

Samstag, 30.08.2014, 12:08 Uhr

Die Behinderten-Sportgemeinschaft (BSG) feiert am 6. September (Samstag) mit einen „Tag der Inklusion“ an der Wichernschule ihr 50-jähriges Bestehen (die WN berichteten). Aus Anlass des Jubiläums haben Vorsitzender Heiko Wolfenstädter und Geschäftsführer Roland Bendig gemeinsam mit Karl-Josef Vollenberg eine Festschrift verfasst, die sich intensiv mit der Geschichte befasst – von der Gründung in der Jubi bis hin zu den sportlichen Erfolgen:

Nachdem Anfang der 1960er Jahre mehrere Nordwalder regelmäßig nach Münster fuhren, um am Schwimmen der dortigen Versehrten-Sportgemeinschaft (VSG) teilzunehmen, wurde in Nordwalde nach mehreren Anläufen am 12. Dezember 1963 bei einer Versammlung in der Evangelischen Jugendbildungsstätte der Beschluss zur Gründung einer VSG gefasst. Pfarrer Walter Nolting wurde Erster Vorsitzender, Theodor Uhlenbrock Geschäftsführer, Bruno Ruchatz Kassierer und Theodor Uhlenbrock Sozialwart. Hinzu kam Dr. Edmund Brockötter als Versehrtensportarzt. Die Versammlung kam überein, Gymnastik, Spiele und Schwimmen durchzuführen.

Viele Formalitäten waren zu erledigen. Mit der Gemeindeverwaltung wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Versehrtensportler an Dienstagabenden die Turnhalle der KvG-Schule benutzen konnten.

Der Übungsabend der VSG wurde mit den Altersturnern des SCN zusammengelegt. Die Übungsabende fürs Schwimmen sollten an Freitagabenden im Hallenbad „Am Zoo“ in Münster als Gast der VSG Münster durchgeführt werden. Ihre offizielle Anerkennung erfuhr die VSG am 1. April 1964. Gleichzeitig wurde Theodor Uhlenbrock als Übungsleiter anerkannt. Dieses war die Voraussetzung für die Abrechnung der Übungsabende. Die Kosten für die Gestellung eines Busses für die Fahrten nach Münster zum Schwimmen und für einen Geräteschrank samt Grundausstattung wurden zur Verfügung gestellt, so dass der Sportbetrieb aufgenommen werden konnte. Da der Verein von den Mitgliederbeiträgen allein nicht existieren konnte, stellten die Übungsleiter ihre Entschädigung dem Verein zur Verfügung.

Schon kurz nach der Gründung machte die VSG von sich Reden. 1968 errangen um die 80 Prozent der Mitglieder das Sportabzeichen. Ein Rundfunkinterview mit Theodor Uhlenbrock sorgte dafür, dass dieses überragende Ergebnis weit über den Kreis hinaus publik wurde. Für die Abnahme des Sportabzeichens engagierte sich besonders Erich Lenters. Im selben Jahr wurde die Schwimmstunden ins frisch fertiggestellte Nordwalder Hallenbad verlegt. Am 28. Mai 1974 erfolgte die Eintragung ins Vereinsregister mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Auch im sportlichen Bereich tat sich etwas. So wurde eine Tischtennisabteilung gegründet, die bis 1986 bestand. Günter Matlik wurde 1975 Bundessieger im Brustschwimmen. Die Kegler der VSG holten 1978 den dritten und 1979 den zweiten Platz bei den Kegelortsmeisterschaften. Da immer mehr Behinderte dem Verein beitraten, wurde 1979 eine Umbenennung in der Satzung vorgenommen: von der VSG zur BSG.

1980 wurde die Kinderschwimmgruppe gegründet, die später bis zu 60 Mitglieder zählte. 1981 wurde die BSG Bezirksmeister im Fußballtennis. Bei den Kegelortsmeisterschaften schaffte es der spätere Vorsitzende Otto Münsterkötter in den Folgejahren mehrmals in der Einzelwertung aufs Treppchen, ehe die BSG 1994 endlich den ersten Platz in der Mannschaftswertung holte.

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