Kutschenwallfahrt
Schaulaufen bei Sonnenschein

Nordwalde/Telgte -

74 Kutschen nahmen an der Wallfahrt durch Telgte teil – mit dabei auch zehn Gespanne aus Nordwalde.

Freitag, 15.05.2015, 19:05 Uhr

Auf Messe, Andacht und Prämierung folgte der Korso vorbei an der Wallfahrtskapelle durch die Telgter Innenstadt, bei dem sich die Nordwalder Fahrer in ganz neuem Dress präsentierten.
Auf Messe, Andacht und Prämierung folgte der Korso vorbei an der Wallfahrtskapelle durch die Telgter Innenstadt, bei dem sich die Nordwalder Fahrer in ganz neuem Dress präsentierten. Foto: Michael Schwakenberg

In den Vorjahren waren die Nordwalder Fahrer immer an ihren grünen Polohemden mit der leuchtend gelben Aufschrift zu erkennen. Diesmal musste man im Telgter Pappelwald schon etwas genauer hinschauen: ganz vornehm in hellblauen Hemden mit Krawatte und dunkelblauen Jacken machten sie der Schmerzhaften Muttergottes und den vielen Zuschauern ihre Aufwartung.

Die Hälfte der zehn Nordwalder Gespanne waren bereits am Mittwoch losgezogen und schlugen traditionell auf dem Reiterhoff Schulze Hobbeling in Westbevern-Vadrup ihr Lager auf, ehe es am Donnerstagmorgen weiterging nach Telgte .

Weihbischof Wilfried Theising , der zusammen mit Propst Dr. Michael Langenfeld und rund 350 Besuchern die Messe feierte, machte in seiner Predigt deutlich, dass gerade das Fest Christi Himmelfahrt verdeutliche, dass Erde und Himmel untrennbar sind. „Dass Jesus hier auf Erden war zeigt, wie kostbar dieses Leben ist, mit allen Konsequenzen.“ Das irdische Leben sei den Menschen geschenkt worden mit dem Auftrag, dieses Leben hier zu meistern. Der Auftrag hier, das Herz im Himmel, das ist nicht immer leicht zusammenzubringen. Und: „Dieser Tag ist ein Fest der Freude, hier zu sein“, sagte Theising. Und dazu gehöre auch das gemeinsame Tun, die Begegnung wie bei dieser Kutschenwallfahrt .

Nach der Andacht beim Auftakt zum Korso durch die Innenstadt fütterte Hermann-Josef Schulze Hobbeling die Schaulustigen wie immer fachkundig mit Erläuterungen zu einzelnen Gespannen und Kutschen . Und zusammen mit einer Jury wurden erneut die schönsten Gespanne prämiert. In der Kategorie „originelle Kutschen“ landete auch Dennis Temming vom RuF Nordwalde unter den Geehrten.

Insgesamt hatten sich 74 Gespanne samt Insassen auf den Pilgerweg gemacht, um gemeinsam den Gottesdienst unter freiem Himmel zu feiern und nach einer Rast auf den Planwiesen im Korso durch die Stadt zu fahren.

„Die Faszination an der Kutschenwallfahrt ist ungebrochen“, sagte Petra Weiligmann, Vorsitzende des mitveranstaltenden RuF „Gustav Rau“ Westbevern. „Mit 74 Kutschen können wir zufrieden sein, hoffen aber, dass diese Anzahl bleibt oder wieder steigt.“

Die Nordwalder Fraktion war dieses Mal nicht ganz so stark vertreten wie sonst. Unter anderem findet seit Donnerstag ein Fahrturnier in Riesenbeck statt, das der Wallfahrt offensichtlich Konkurrenz macht.

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