150 Jahre DRK
Im Dienste der Menschlichkeit

Nordwalde -

Das haute sogar Karl Schiewerling vom Hocker: 150 Jahre ist der DRK-Ortsverband Nordwalde nun schon alt. Die Geburtstagsfeier war sogar für den erfahrenen Bundestagsabgeordneten ein Novum.

Sonntag, 25.09.2016, 18:09 Uhr

Zwei neue Einsatzfahrzeuge wurden gesegnet. Danach stieg auf dem KvG-Schulhof der Rotkreutnachmittag.
Zwei neue Einsatzfahrzeuge wurden gesegnet. Danach stieg auf dem KvG-Schulhof der Rotkreutnachmittag. Foto: pdb

Es ist zweifelsohne eine stolze Zahl. Das Deutsche Rote Kreuz Nordwalde feierte am Sonntag 150-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste dankten dem ältesten Ortsverband Westfalens für nimmermüdes ehrenamtliches Engagement.

In seinem Festvortrag zeichnete Heinz Wilhelm Upphoff, Vizepräsident des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, die spannende Geschichte des Nordwalder DRK nach und hob dabei hervor, dass über die Jahre eine schlagkräftige Gemeinschaft von Förderern und Aktiven gewachsen sei. Er überreichte dem Nordwalder Vorsitzenden Dietmar Brockmeyer die nach dem DRK-Gründer benannte Henry-Dunant-Plakette und dankte dafür, „dass hier die von Dunant gelegte Saat auch 150 Jahre später noch gute Früchte hervorbringt.“

Nachdem die DRK-Mitglieder die neue Satzung (siehe Infokasten) im Forum der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule einstimmig bestätigt hatten, ehrte Upphoff eine langgediente Kraft in den Reihen des Ortsverbandes: Blutspende-Beauftragte Elke Borgmeier bekam die Verdienstmedaille des Landesverbandes und einen Blumenstrauß vom versammelten Nordwalder DRK-Vorstand.

Neue Satzung

Die Staatengemeinschaft hat 1999 auf einer internationalen Rotkreuz-Konferenz die in den Genfer Abkommen festgelegten Aufgaben der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung fortentwickelt. Allen nationalen Gesellschaften ist seitdem aufgegeben, die „Welt-Kernaufgaben“Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe sowie Gesundheits- und Sozialwesen zu erfüllen. In Deutschland wurde die Umsetzung dieser Aufgaben durch die Überarbeitung des Satzungswerks des DRK von der Bundes- bis hin zur lokalen Ebene und durch die Neufassung des „Gesetzes über das Deutsche Rote Kreuz“ im Jahre 2008 vorangetrieben. In Nordwalde wird durch die Verabschiedung der neuen Satzung diese weltweit geltende Festlegung nun auch auf der lokalen Ebene nachvollzogen.

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„Ich habe meinen Augen nicht getraut bei dieser Zahl“, sagte Karl Schiewerling , Mitglied des Bundestages, als er ausführte, dass er während seiner gesamten Zeit im Bundestag noch nie eine 150-Jahr-Feier eines DRK-Verbandes besucht habe. Schiewerling lagen zwei Dinge besonders am Herzen: Erstens rückte er die Ehrenamtlichkeit der DRK-Helfer als etwas „absolut nicht Selbstverständliches“ in den Fokus. Zweitens machte er die Wichtigkeit der Rotkreuzbewegung am aktuellen Beispiel Syrien deutlich. „Wir brauchen Sie“, lautete seine Bitte. Auch Bürgermeisterin Sonja Schemmann und die stellvertretende Landrätin Gisela Köster beglückwünschten das DRK, ehe die zwei neuen Einsatzfahrzeuge von den Pfarrern Ulf Schlien und Uwe Nachtwey gesegnet wurden und die Feierlichkeiten in dem bunten Rotkreuznachmittag kulminierten.

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