Mobile Zahnarztpraxis verschenkt
Eine ganze Zahnarztpraxis im Koffer

Nordwalde/ -

Eine ganze Zahnarztpraxis ging auf Reisen: Zusammen mit Dr. Marita Feuersträter aus Nordwalde und Dr. Ernst Graaf mit Ehefrau Ilse Worms-Graf aus Münster reiste eine komplette Ausrüstung gut verpackt im Oktober 2016 von Nordwalde in den Norden Ghanas nach Damongo.

Dienstag, 15.11.2016, 07:11 Uhr

 Dr. Marita Feuersträter (l.) überreichte zusammen mit Dr. Ernst Graaf (r.)mit seiner Ehefrau Ilse Worms-Graaf (2.v.r.) dem Leiter des West Gonja-Hospitals Dr. Remy (2.v.l.) und Dentistin Mary Grace mit Tochter (3.v.l.) eine mobile Zahnarztpraxis.
 Dr. Marita Feuersträter (l.) überreichte zusammen mit Dr. Ernst Graaf (r.)mit seiner Ehefrau Ilse Worms-Graaf (2.v.r.) dem Leiter des West Gonja-Hospitals Dr. Remy (2.v.l.) und Dentistin Mary Grace mit Tochter (3.v.l.) eine mobile Zahnarztpraxis. Foto: privat

Eine ganze Zahnarztpraxis ging auf Reisen: Zusammen mit Dr. Marita Feuersträter aus Nordwalde und Dr. Ernst Graaf mit Ehefrau Ilse Worms-Graf aus Münster reiste eine komplette Ausrüstung gut verpackt im Oktober 2016 von Nordwalde über Amsterdam nach Accra in Ghana . Von dort ging es über staubige Straßen in den Norden Ghanas nach Damongo . Kürzlich kamen sie zurück.

Seit 24 Jahren pflegt die Pfarrgemeinde St. Dionysius, eine intensive Partnerschaft mit St. Anne `s in Damongo. Marita Feuersträter ist seit Jahren Mitglied im Nordwalder Freundeskreis Ghana.

Im West Gonja-Hospital nahe Damongo haben beide Zahnärzte eine Woche lang unentgeltlich Zahnbehandlungen durchgeführt. Schließlich konnte die dort angestellte Dentistin, Mary Grace, noch Unterstützung gebrauchen. Und natürlich benötigte sie die umfangreiche gespendete Ausrüstung an Instrumenten, Material und Medikamenten als Grundausstattung für die wichtigsten Behandlungen. Mit diesen Spenden gelingt praktische  Hilfe zur Selbsthilfe, ganz im Sinne der Dental Volunteers, einer Organisation, die weltweit für eine zahnärztliche Grundversorgung eintritt, und das möglichst mit mobilen Praxiseinheiten.

Am ersten Tag wurde der Zahn arztkoffer ausgepackt und rief einiges Erstaunen hervor. Jetzt waren die Voraussetzungen geschaffen.

Doch wie sollten die möglichen Patienten erfahren, dass zwei deutsche Zahnärzte Behandlungen vornehmen konnten? Da halfen das katholische Radio und ein Aufruf in der Sonntagsmesse.

Knapp 130 Patienten wurden in dieser kurzen Zeit behandelt. Und: Alle waren mit dem Ergebnis zufrieden. Das ist die beste Grundlage für die weitere Tätigkeit der Zahnärztin in den kommenden Monaten. Jetzt verfügt diese über das notwendige Handwerkszeug für einfache und schmerzfreie Behandlungen.

Auch der Austausch mit Land und Leuten kam bei dem Besuch nicht zu kurz. Mit Monsignore Augustine, dem Gemeindepfarrer, und dem Partnerschaftskomitee in Damongo wurden die aktuellen Projekte besprochen. Auch ein Treffen mit Bischof Peter Paul Ankyier stand auf dem Programm. Father Sylvester begleitete die Gruppe auf einer Schifffahrt über den Voltasee, bevor es zurück nach Accra und dann wieder nach Hause ging.

Und wie geht es weiter? Der nächste Besuch ist schon ganz konkret geplant: Im Februar 2017 fliegen Marita Feuersträter und die Vorsitzende der Dental Volunteers, Dr. Agnes Wagner, nach Ghana, wiederum ausgerüstet mit viel privatem Engagement und hoffentlich ebenso vielen Geld- und Sachspenden, die den Menschen zu Gute kommen.

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