Praktikum in fremder Sprache
Im Zweifelsfall halfen Gestik und Mimik

Nordwalde/Amily -

Acht Jugendliche der KvG-Gesamtschule absolvierten in Begleitung ihrer Lehrerin Yseult Roch die letzte Woche ihres Betriebspraktikums in Frankreich und trauten sich die französische Arbeitswelt hautnah mitzuerleben.

Freitag, 18.11.2016, 07:11 Uhr

Zu Besuch in Paris: Lea Lütke-Lengerich, Hannah Schäpers, Betty Diamond, Jonas Waldkötter, Hannah Kamp, Annemarie Wallkötter, Larissa Brüssow und Deborah Jürgens schlossen ihre Praktikumswoche in Amilly mit einem Tagesbesuch in Paris ab.
Zu Besuch in Paris: Lea Lütke-Lengerich, Hannah Schäpers, Betty Diamond, Jonas Waldkötter, Hannah Kamp, Annemarie Wallkötter, Larissa Brüssow und Deborah Jürgens schlossen ihre Praktikumswoche in Amilly mit einem Tagesbesuch in Paris ab. Foto: privat

Kurz vor dem ersten Jahrestag der Pariser Anschläge hat das alljährliche Auslandspraktikum der Kardinal-von-Galen-Gesamtschule stattgefunden. Wegen dieses traurigen Ereignisses war der Besuch der französischen Praktikanten aus dem Collège Schuman in Amilly 2015 gestrichen worden. Glücklicherweise konnte aber dann im März und Juni 2016 das Austauschprogramm uneingeschränkt weitergeführt werden.

So konnten die acht Jugendlichen, die sich entschieden hatten, in Begleitung ihrer Lehrerin Yseult Roch die letzte Woche ihres Betriebspraktikums in Frankreich zu absolvieren und zum dritten Mal ihre Austauschpartner treffen konnten. So viel Vertrautheit bildete eine sichere Basis, um sich in die französische Arbeitswelt zu trauen.

Bei der Berufsfeuerwehr konnte Jonas im Alltag des Centre de Secours de Villemandeur schnuppern: „Verdammt viel Sport”, war Jonas angetan: Joggen, Fußball, Fitness, Schwimmen, alles auf Leistungssportniveau, um als eingespieltes Team für jeden Notfall bereit zu sein. „Und viel Stress” war sein Fazit. Aber nur für die echten Feuerwehrmänner und -frauen, die entweder in der Kaserne Dienst haben oder ganz in der Nähe wohnen, und immer wieder alles stehen und liegen lassen müssen, wenn ihr Diensthandy sie zum Einsatz ruft: „Vite, vite!“ Dann allerdings ohne Jonas.

Die anderen Praktikantinnen besuchten von Montag bis Donnerstag drei unterschiedlichen „Écoles maternelles“ in Amilly, also Vorschulen. Im Unterschied zu den deutschen Kindergärten gibt es dort Freispiel nur in den Pausen, dafür umso mehr Lernspiele und einen schon sehr geregelten Tagesablauf.

Die Gesamtschülerinnen unterstützten die Pädagogen und halfen den Kindern beim Schneiden, Zählen oder Anziehen – ein gutes Vokabeltraining für die kleinen und die Großen.

Alle konnten feststellen, wie einfach die Kommunikation mit den Kindern war. „Sie waren sehr lieb und gelassen, und wenn wir mal ein Wort suchen mussten, haben sie einfach gewartet”, begeisterte sich Lea. „Und wenn man selbst nicht versteht, stört es sie auch nicht”, fügte Betty hinzu. „Die älteren Kinder haben mich sogar hilfsbereit verbessert.” Und im Zweifelsfall halfen Gestik und Mimik immer weiter.

Französischlehrerin Yseult Roch schätzt die ungezwungene Zusammenarbeit und wachsende Vertrautheit mit den Betrieben: „Bewundernswert, wie beispielsweise Lehrerin Sabine Mahon in der ,École des Goths`die Praktikanten so einfühlsam begleitet, dass sie am vierten Tag in der Lage sind, eine kleine Gruppe von Kindern zu übernehmen und selbst ein Lernspiel anzuleiten.“

Nach vier Tagen Arbeit und Regenwetter fuhr die ganze Gruppe am 11. November – in Frankreich ein Feiertag – bei strahlendem Sonnenschein nach Paris . Nach dem obligatorischen Fotoshooting vor dem Eiffelturm ging es zu Fuß durch das Paris der Könige und der Revolution, vom Louvre über die Sainte-Chapelle bis zu Notre-Dame. Höhepunkt war aber zweifellos das beliebte Shoppen im Quartier des Halles.

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