Ghana-Reise
Gottesdienst in Ghana

Nordwalde -

Was für ein Abenteuer! Neun Nordwalder waren in Ghana zur Einweihung der Kathedrale von Damongo. Und erlebten den längsten und buntesten Gottesdienst ihres Lebens.

Dienstag, 20.12.2016, 16:12 Uhr

Bischof Peter Paul (in weiß) begrüßte die neunköpfige Delegation aus Nordwalde, die von den Gastgebern extra für die Feierlichkeiten Gewänder maßgeschneidert bekam.
Bischof Peter Paul (in weiß) begrüßte die neunköpfige Delegation aus Nordwalde, die von den Gastgebern extra für die Feierlichkeiten Gewänder maßgeschneidert bekam. Foto: Klaus Allendorf

„Das war der längste Gottesdienst , den ich je erlebt habe“, erzählt Ulrich Schulte Eistrup wenige Tage nach der Rückkehr aus Ghana . In Damongo waren der Pfarrer und acht weitere Nordwalder zur Einweihung der Kathedrale in der Partnergemeinde eingeladen. Sie erlebten zehn unvergessliche Tage und einen vierstündigen Gottesdienst.

Der Marathon-Festakt in der brandneuen Kathedrale fühlte sich aber überraschend kurzweilig an, berichten Klaus Allendorf, Annegret Schulte-Sutrum vom Freundeskreis Ghana und der Pfarrer als sie zurück im kalten Deutschland sind. „Es wurde gesungen, getanzt und die 1200 Sitzplätze waren die ganze Zeit belegt“, erzählt Schulte-Sutrum. Vor allem das junge Publikum hat Nordwaldes Pfarrer fasziniert. „Da waren so viele Kinder und Jugendliche – es war wundervoll“, sagt Schulte Eistrup, der während der Zeremonie ein Grußwort an die Gemeinde richten durfte.

Neun Jahre war die erste Kathedrale des Bistums im Norden Ghanas im Bau. Finanziell gefördert wurde das Projekt vom Bistum Münster. Aber auch die Spenden des Freundeskreises Ghana tragen seit Jahren zur spürbar positiven Entwicklung der Gemeinde bei.

14 Stunden Fahrt für gut 600 Kilometer

Zu Beginn der zehntägigen Reise hielt die 14-stündige Fahrt von der Hauptstadt Accra in den Norden nach Damongo (630 Kilometer) besonders für die vier Reisenden, die erstmals das westafrikanische Land besuchten, eindrückliche Bilder bereit. „Das Süd-Nord-Gefälle war klar zu erkennen. Es wurde immer ärmlicher“, beschreibt Allendorf die Tour zum Zielort. Sie besuchten auch die Partnerschule der Wichern-Grundschule im Vorort Yipala, außerdem ein Mädchen-Internat, für das die Nordwalder einen Kiosk ermöglichten und das Krankenhaus in West-Gonja, wo die Nordwalder Zahnärztin Marita Feuersträter eine Zahnklinik fördert.

Neun Nordwalder in Ghana

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  • Die Nordwalder Reisegruppe bekam vor den Feierlichkeiten zur Einweihung der Kathedrale in Damongo Gewänder geschneidert.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup (r.) wirkte aktiv mit bei der Zeremonie.

    Foto: Klaus Allendorf
  • So sieht sie aus, die erste Kathedrale im Bistum. Das Bistum Münster hat bei der Finanzierung maßgeblich geholfen.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Bunt und fröhlich ging es während des vierstündigen Gottesdienstes zu. Keiner der 1200 Plätze blieb leer.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Bischof Peter Paul (pinke Kappe) bei der Einsetzung der Reliquien in den Altar.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Anders als in Nordwalde wird in Ghana auch getanzt im Gottesdienst.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Pfarrer Ulrich Schulte Eistrup hält Grußworte auf Englisch.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Margarete Wältring beim Besuch einer Schulklasse im Klassenzimmer.

    Foto: Klaus Allendorf
  • So sieht das Mädchen-Internat in Damongo aus. Die Schülerinnen kommen von weit her, um auf die private Schule gehen zu können.

    Foto: Klaus Allendorf
  • Reise zur Einweihung der Kathedrale in Damongo Foto: Klaus Allendorf
  • Reise zur Einweihung der Kathedrale in Damongo Foto: Klaus Allendorf
  • Reise zur Einweihung der Kathedrale in Damongo Foto: Klaus Allendorf
  • Reise zur Einweihung der Kathedrale in Damongo Foto: Klaus Allendorf
  • Etwas Freizeit gab es auch auf der Reise. Zum Beispiel über den Baumwipfeln im Regenwald.

    Foto: Klaus Allendorf

Sechs Nordwalder sahen Elefanten im Mole-Nationalpark. Im Süden besichtigten dann alle zusammen Cape Coast, von wo einst die Sklaven verschifft wurden. „In den Kellern, in denen damals Hunderte von ihnen eingepfercht waren, herrschte bedrückende Stimmung“, erzählt Schulte Eistrup.

Zum Abschluss stand ein Besuch bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Accra an. Stipendiat Fabian Hengstmann aus Nordwalde stellte den Kontakt zur Stiftung her, wo sie viel Wissenswertes über das Land erfuhren, das während ihrer Reisezeit gerade Präsidentschaftswahlen abhielt und einen Machtwechsel vollzog – friedlich wohlgemerkt. „Eine rundum gelungene Reise“, waren sich die drei einig. Nur die schwüle Hitze und die Essgewohnheiten seien etwas gewöhnungsbedürftig.

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