Hydranten-Prüfung
Frühjahrsputz zu Ostern

NOrdwalde -

Wasser, marsch! Damit im Brandfall nichts klemmt, kontrolliert die Feuerwehr Nordwalde immer an Karfreitag die Hydranten. In diesem Jahr waren der Ort dran.

Montag, 17.04.2017, 14:04 Uhr

Seit vielen Jahren überprüfen die Feuerwehrleute die Hydranten. Dazu gehörte zum Abschluss auch ein Funktionstest.
Seit vielen Jahren überprüfen die Feuerwehrleute die Hydranten. Dazu gehörte zum Abschluss auch ein Funktionstest. Foto: dk

Der Karfreitag in Nordwalde erinnert alle Jahre ein wenig an die „Heinzelmännchen von Köln“. Einer Saga, in der es heißt: „Die Männlein schwärmten. Und klappten und lärmten. Und rupften und zupften. Und hüpften und trabten. Und putzten und schabten...“ So oder ähnlich wie die Feuerwehr-Männer und -Frauen von Nordwalde. Denn jeden Karfreitag ziehen sie aus, um die im Brandfalle überlebenswichtigen Hydranten zu säubern und auf Funktionalität zu testen. Davon gibt es im Ort, im Abstand von jeweils rund 120 Metern 360. Plus den 160 in den Bauerschaften. Doch davon später, denn die sind erst im nächsten Jahr wieder mit einer Inspektion dran.

Früh um neun kamen sie zum Stützpunkt an der Grevener Straße: 35 Feuerwehrleute und ein paar Jugendliche aus der Nachwuchsgarde. Marc Averbeck und Dirk Hilgenbrink hatten ihren Ort inzwischen wie einen Kuchen in gleichmäßige Stücke zerteilt. So zum Beispiel für das Team „LF 20/2“ den Bezirk „Am Bahnhof, an der Bleiche und der Spindelstraße“. Und damit verantwortlich für 48 Hydranten. Die insgesamt sieben Gruppen hatten folgende Utensilien dabei: ein Riesenschlüssel, ein Standrohr, Ölkännchen sowie einen Eimer mit Putzlumpen – letztlich gehört der „ Frühjahrsputz “ zur Inspektion wie die Hasen zu Ostern .

Stefan Borgmeier vom Wasserwerk der Gemeinde hatte schließlich die wichtige Aufgabe, alle gemeldeten Schäden für spätere Reparaturen zu notieren.

Erste Eintragung in die Mängelliste

Vor Ort lief dann alles nach Vorschrift. Die Teams öffneten die schweren gusseisernen Abdeckungen, reinigten alle technischen Innereien, steckten die Steigrohre auf und schon schoss das Wasser über die Fahrbahn. Zum Schluss wurden alle beweglichen Metallteile eingefettet. Ab zum nächsten Hydranten.

Dass dies nicht immer ganz einfach war, zeigte sich zum Beispiel im Baugebiet Hochfeld. Hier hatten Unbekannte das Schild, was mit wenigen Zahlen Standort und Abstände zur Straße beziehungsweise Haus anzeigt, entsorgt. Hinzu kam, dass das nächste Schild durch Schmutz und Algenbewuchs nahezu unleserlich war. Folglich: erste Eintragung in der Mängelliste fürs Wasserwerk.

Essen zum Dank

„In den Bauerschaften kommt so etwas häufiger vor“, erinnerte Marc Averbeck. „Da finden wir oft die Hinweisschilder erst nach langem Suchen, da sie umgekippt und zugepflügt wurden. Was im Falle eines Brandes wertvolle Zeit kosten würde. Nur jucken die uns heute nicht. Die kommen im nächsten Jahr dran.“

Mittags war das Gröbste erledigt. Als kleinen Dank für die ehrenamtliche Arbeit gab es ein gemeinsames Essen. Später noch Kaffee und Kuchen.

360 Hydranten

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  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
  • Am Karfreitag überprüfte die Feuerwehr die Hydranten im Zentrum von Nordwalde. Foto: dk
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