Hilfestellung zur Berufswahl
Botschafter, denen man zuhört

Nordwalde -

Was soll man bloß nach der Schule machen? Welche Berufe gibt es? Wäre da was passendes dabei? Viele, manchmal auch ganz einfache Fragen, über die sich Schüler Gedanken machen müssen. Antworten darauf gaben acht Auszubildenden, die als Ausbildungsbotschafter die KvG-Schule besuchten.

Montag, 08.05.2017, 17:05 Uhr

Die Ausbildungsbotschafter berichteten von ihren Erfahrungen in den Ausbildungsberufen. Was sie alles zu erzählen hatten, erstaunte nicht nur die Schüler, sondern auch die Schulleitung sowie die Vertreter von IHK Und HWK.
Die Ausbildungsbotschafter berichteten von ihren Erfahrungen in den Ausbildungsberufen. Was sie alles zu erzählen hatten, erstaunte nicht nur die Schüler, sondern auch die Schulleitung sowie die Vertreter von IHK Und HWK. Foto: Sigrid Terstegge

Was soll man bloß nach der Schule machen? Welche Berufe gibt es? Wäre da was passendes dabei?

Viele, manchmal auch ganz einfache Fragen, über die sich Schüler Gedanken machen müssen. „Ist das anstrengend?“, war dann auch eine Frage, die von einem Schüler des neunten Jahrgangs der Kardinal-von-Galen Gesamtschule (KvG) am Montag an die Ausbildungsbotschafter von Industrie- und Handelkammer ( IHK ) und Handwerkskammer (HWK) gestellt wurde. Acht Lehrlinge stellten sich den interessierten Fragen der Neuntklässler.

Die Industrie- und Handelkammer (IHK) Nord Westfalen und die HWK Münster bilden seit 2015 sogenannte Ausbildungsbotschafter aus. Da stellen Firmen ihre Auszubildenden im zweiten und dritten Lehrjahr frei, um an Schulen auf Augenhöhe für künftige Fachkräfte zu werben. Auch Fragen nach Gehalt, Freizeit oder Aufstiegschancen werden an die Lehrlinge gestellt. „Den Chef würde man als Schüler so etwas wohl eher nicht fragen“, schilderte IHK-Mitarbeiterin Stefanie Hülck ihre Erfahrungen mit dem Projekt.

Interessant war auch, was die angehende Konditorin Catharina Urhahn , die bei der Bäckerei Schrunz in Münster ausgebildet wird, zu erzählen hatte. Um drei Uhr in der Früh beginnt für sie der Arbeitstag. „Man gewöhnt sich daran, auch wenn es anfangs schwer war“, beschreibt sie ihre Erfahrungen. Um elf Uhr ist Cahtarina Urhahn dann aber auch wieder zu Hause. Im Sommer kann das Freibad warten.

Erstaunlich ist ebenso, dass ein Fachinformatiker gar nicht ein Mathematik-Genie sein muss. Ebenso wenig wie die Kauffrauen für Versicherungen und Finanzen, Nicole van Lendt und Anke Markmann (LVM).

Alexander Hülsken (Fachinformatiker Anwendungsentwicklung), Marvin Küpker (Fachinformatiker Systemintegration) von Fiducia & GAD IT AG aus Münster, Lucas Wilbers (Technischer Produktdesigner) und Tom Schniggendiller (Fachinformatiker Systemintegration) von Schmitz Cargobull erzählten von ihren persönlichen Erfahrungen mit den Berufen.

Insgesamt gibt es 400 aktive Ausbildungsbotschafter von etwa 80 Firmen. Im Kreis sind 89 Ausbildungsbotschafter in 31 verschiedenen Berufen von 29 Betrieben unterwegs. Bisher haben sie 18 Schulen besucht. „Die Firmen haben ihre Chancen für die Fachkräftesuche erkannt“, betont Heidi Bülow, von der Handwerkskammer.

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