30 neue Baugrundstücke möglich
„Sahneschnittchen am Waldrand“

Nordwalde -

„Das werden Sahneschnittchen am Waldrand!“, kommentierte Dr. Rudolf-Josef Fischer von der UWG-Fraktion den Bebauungsplan „Östlich Sieverts Kamp“ in der Sitzung des Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses. Der Ausschuss gab dafür grünes Licht.

Donnerstag, 28.09.2017, 16:09 Uhr

Etwa 30 Grundstücke könnten auf der Fläche „Sieverts Kamp“ ausgewiesen werden. Mehrfamilienhäuser und auch Doppelhäuser soll es nicht geben.
Etwa 30 Grundstücke könnten auf der Fläche „Sieverts Kamp“ ausgewiesen werden. Mehrfamilienhäuser und auch Doppelhäuser soll es nicht geben. Foto: Sigrid Terstegge

„Das werden Sahneschnittchen am Waldrand!“, kommentierte Dr. Rudolf-Josef Fischer von der UWG-Fraktion den Bebauungsplan „Östlich Sieverts Kamp“ in der Sitzung des Planungs-, Bau-, Verkehrs- und Umweltausschusses am Dienstagabend im Forum der KvG-Gesamtschule.

Einer zweizeiligen Bebauung entlang der Straße, wie schon einmal vorgeschlagen, hätte die Fraktion zugestimmt. So aber monierte Fischer, dass man sich immer mehr die grüne Lunge des Ortes kaputt mache.

Mit drei Stichstraßen werden die Grundstücke rechts vom Sieverts Kamp erschlossen. Derzeit ist dort eine Wiese, die regelmäßig gemäht wird. Bis zu dem durchlaufenden Graben soll gebaut werden. Die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 93 „Östlich Sieverts Kamp“ kann im sogenannten beschleunigten Verfahren durchgeführt werden, da das Plangebiet eine Grundfläche von weniger als 10 000 Quadratmeter umfasst, sich die Flächen an bebaute Ortsteile anschließt und die Zulässigkeit von Wohnnutzungen begründet wird, heißt es im Beschlussvorschlag.

Etwa 30 Grundstücke sollen hier entstehen. Mehrfamilienhäuser wird es nicht geben und auf Vorschlag der CDU-Fraktion werden auch Doppelhäuser ausgeschlossen. Es sollen nur Einzelhäuser mit höchstens zwei Wohneinheiten oder auch sogenannte Stadtvillen erlaubt sein. Bevorzugt werden Bauherren mit Bezug zum Ort und nicht auswärtige Investoren.

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die künftige Gestaltung des Ortskerns. Darum hatte sich die NRW.URBAN Gesellschaft, deren Mitglied die Gemeinde ist, aus Dortmund gekümmert. Kirsten Liene stellte die Ergebnisse vor. Im Bereich „Ortskern“, „Pröb­stingstraße Erweiterung“, „Ortskern Süd“ und „Ortskern West“ gebe es teilweise Bebauungspläne aus den 1970er Jahren. „Ziel ist es, die innere Verkehrsachse attraktiver zu gestalten und die Ortsmitte zu stärken“, betonte Liene. Gastronomie und Handel sollten erhalten bleiben. Derzeit stehen allerdings viele Geschäfte leer und Gaststätten sind geschlossen oder stehen kurz davor. „Die Realität sieht anders aus“, merkte Klaus Kormann (Grüne) an.

Wohnen im Erdgeschoss soll es nicht geben, obwohl Wohnungen gebraucht würden, gab Ewald Pölking von der SPD zu bedenken. Bürgermeisterin Schemmann kündigte eine Bürgerbeteiligung in Form einer Informationsveranstaltung an.

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