Wohnhausbrand in Nordwalde
18-Jähriger gesteht, Feuer fahrlässig verursacht zu haben

Nordwalde -

(Aktualisiert) Ein 18-jähriger Nordwalder ist für den Brand in einem Wohnhaus an Neujahr verantwortlich. Er hat in der polizeilichen Vernehmung eingeräumt, das Feuer fahrlässig verursacht zu haben.

Freitag, 05.01.2018, 14:44 Uhr aktualisiert: 05.01.2018, 19:25 Uhr
Aus dem niedergebrannten Haus ist wohl nicht mehr viel zu retten. Aufgrund möglicher Einsturzgefahr war das Dach nach den Löscharbeiten abgebrochen worden.
Aus dem niedergebrannten Haus ist wohl nicht mehr viel zu retten. Aufgrund möglicher Einsturzgefahr war das Dach nach den Löscharbeiten abgebrochen worden. Foto: Vera Szybalski

Der Fall von Brandstiftung in einem Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße ist geklärt. Ein 18-jähriger Nordwalder hat in der polizeilichen Vernehmung gestanden, das Feuer fahrlässig verursacht zu haben. Laut Angaben der Beamten hat er den Brand in dem leerstehenden Gebäude durch unsachgemäßes Hantieren mit Feuerwerkskörpern entfacht.

Nur ein Täter

Dem 18-Jährigen auf die Spur gekommen sind die Polizisten aufgrund der ersten Zeugenaussagen am Brandort. Drei weglaufende Kinder oder Jugendliche waren an Neujahr von einem Zeugen in der Nähe des Gebäudes gesehen worden. In den anschließenden Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der junge Nordwalder für die Brandstiftung verantwortlich sein könnte. Laut Kreispolizei-Pressesprecher Reiner Schöttler ist nur von einem Täter auszugehen. Gegen den 18-Jährigen ist ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet worden.

Brand im Wohnhaus: 18-Jähriger räumt Brandstiftung ein

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  • Das Haus in der Amtmann-Daniel-Straße stand schon seit längerer Zeit leer und war von der Stromversorgung getrennt. Nach Angaben der Eigentümerin befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes aber neben persönlichen Sachen auch antikes Porzellan sowie eine antike Spielzeugsammlung im Gebäude.

    Foto: Vera Szybalski
  • Vom Dach des Hauses ist nichts mehr übrig. Nach dem Brand musste es wegen Einsturzgefahr abgebrochen werden.

    Foto: Vera Szybalski
  • „Diese Brandstelle ist beschlagnahmt. Betreten verboten! Der Oberstaatsanwalt“ steht auf einem Schild am Bauzaun.

    Foto: Vera Szybalski
  • Das Bauamt des Kreises Steinfurt hat die Statik des Gebäudes untersucht. Ein Ergebnis gibt es noch nicht.

    Foto: Vera Szybalski
  • Foto: Vera Szybalski
  • Foto: Vera Szybalski
  • Foto: Vera Szybalski

Die Statik des Hauses in der Amtmann-Daniel-Straße wurde derweil am Freitag vom Bauamt des Kreises Steinfurt untersucht. Ein Ergebnis erwartet Ordnungsamtsleiterin Dagmar Hilgenbrink am Montag. Die Baustelle ist seit Abschluss der Löscharbeiten abgesperrt. Die Gemeinde Nordwalde hatte zuletzt davor gewarnt, das abgebrannte Haus zu betreten, da Einsturzgefahr bestehen könnte.

Zugewuchert und verwahrlost

Die Eigentümerin des Gebäudes war nach eigenen Angaben bereits am Tag nach Neujahr vor Ort und verschaffte sich einen Überblick. Sie gibt gegenüber unserer Zeitung an, dass sich in dem Haus nicht nur ihr Büro mit persönlichen Unterlagen, sondern auch alte Fotos, antikes Porzellan und eine große antike Spielzeugsammlung befunden haben. Das sei alles verbrannt.

Anwohnern zufolge war das Haus seit langem in keinem guten Zustand mehr. Das Gebäude sei zugewuchert und verwahrlost gewesen.

Leerstehendes Haus brennt nieder: Großeinsatz am Neujahrstag in Nordwalde

Wohnhausbrand in Nordwalde: Brandstiftung als Ursache

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Brand im leerstehenden Wohnhaus: Brandstiftung als Ursache

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  • Das leerstehende Wohnhaus in der Amtmann-Daniel-Straße konnte nach dem Brand nicht mehr Betreten werden. Es herrscht Einsturzgefahr.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Da das Haus voll war mit Papier und anderen brennbaren Stoffen, konnten sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr nur schwer einen Überblick über mögliche Brandnester verschaffen.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Die Polizei hatte das ausgebrannte Wohnhaus abgesperrt, in der Nacht wurde es aufgrund der Glutnester von Feuerwehrleuten bewacht.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Aufgrund des Brandes mussten zwischenzeitlich Straßen gesperrt werden.

    Foto: Sigrid Terstegge
  • Mit schwerem Gerät hatte die Feuerwehr am Neujahrstag bis in die Abendstunden hinein versucht, das Feuer zu löschen.

    Foto: Sigrid Terstegge

 

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