Eine richtige Lesestunde
„Die Spezialisten“ animieren zum Lesen

Nordwalde -

Es war der zweite Besuch des Kinderbuchautors Josef Koller in de Wichern-Grundschule. Und wie auch schon 2015 zog er in zwei Lesungen, eine für die Erst- und Zweitklässler, eine zweite Unterrichtsstunde mit den Kindern der dritten und vierten Klasse alle in den Bann.

Montag, 22.01.2018, 17:01 Uhr

Mit großformatigen Illustrationen stellte Josef Koller die Helden aus seinem Buch „Die Spezialisten vor“ und machte dadurch die Abenteuergeschichten richtig lebendig.
Mit großformatigen Illustrationen stellte Josef Koller die Helden aus seinem Buch „Die Spezialisten vor“ und machte dadurch die Abenteuergeschichten richtig lebendig. Foto: Detlef Held

Das galt auch für die Lesepaten der Schule, die extra gekommen waren, um vielleicht etwas Neues zu lernen und sich auf jeden Fall auch inspirieren zu lassen.

Altersgerecht für die Schüler der dritten und vierten Klassen hatte der Autor dann sein neuestes Buch, „Die Spezialisten (Teil II), ausgewählt. Josef Koller las nicht nur einfach. Er veranschaulichte den Kindern zunächst, welche Charaktere in der abenteuerlichen Geschichte vorkommen, indem er mit Hilfe großformatige Illustrationen diese Helden aus dem Buch quasi lebendig werden ließ.

Gleich von der ersten Minute an hatte er die volle Aufmerksamkeit der Schüler, denn sie alle wollten wissen, wie der superstarke Goran oder Lisa mit ihren hellseherischen Fähigkeiten es schafften, ihre Freundin Rieke vor den Piraten zu retten.

Seine Lesestunden sind eine Mischung zwischen Vorlesen, Erzählen und Darstellen. Doch wie die Geschichte ausgeht, erfuhren die Schüler nicht. „Dann müsst ihr euch das Buch schenken lassen, wenn eure Eltern das erlauben“, erklärte Josef Koller und ließ am Ende der Lesestunde den Lehrkräften Zettel zukommen, die diese an die Kinder verteilen konnten. Manche hätten gern sofort ein Buch gekauft, andere hatten schon den ersten Band der Geschichte und wollen jetzt auch die Fortsetzung nachlesen.

Doch der Kinderbuchautor machte nicht nur Werbung für seine Geschichten, Er erklärte auch anschaulich, wie er seine Helden in den Büchern findet. Seine Ideen schreibt er per Hand nieder, dann wird das Manuskript von ihm korrigiert. Danach spricht er die Handlung in einen Sprachcomputer.

„Doch der Computer versteht nicht immer alles“, sagt Koller lächelnd. Und so kommt es manchmal zu komischen Sätze. Dann wird aus einem Ruderboot schon mal ein Butterbrot. Das ist zwar lustig, aber passt nicht, fanden auch die Kinder.

Der 54-jährige Kinderbuchautor, der nach eigenen Angaben rund 300 Lesungen im Jahr vornehmlich in Grundschulen absolviert, hat inzwischen acht Bücher geschrieben.

Bücher schreiben ist gar nicht so einfach, stellten nach dieser besonderen Unterrichtsstunde so manche der Schüler und wohl auch die Lesepaten fest.

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