Vatikan-Kenner zu Gast
Der Blick nach Rom

Nordwalde -

Der Vatikan-Experte Andreas Englisch füllt die St.-Dionysius-Pfarrkirche und plauderte aus seinem Berufsalltag.

Montag, 19.02.2018, 18:02 Uhr

Der Vatikan-Experte Andreas Englisch kam in die komplett gefüllte St.-Donysius-Pfarrkirche und plauderte aus seinem Leben in Rom.
Der Vatikan-Experte Andreas Englisch kam in die komplett gefüllte St.-Donysius-Pfarrkirche und plauderte aus seinem Leben in Rom. Foto: Martin Fahlbusch

Diesmal kam ihm der umtriebige und reisefreudige Papst Franziskus mit einer günstigen Mitfahrgelegenheit nach Lateinamerika oder Myamar nicht dazwischen. Andreas Englisch , dem gerne das Markenlogo „Vatikan-Experte“ aufgepappt wird, sollte tatsächlich am späten Sonntagnachmittag seine Zusage zu einem Auftritt in der St.-Dionysius-Kirche einlösen. Schon 30 Minten vor Beginn der Veranstaltung brandete in der proppenvollen Pfarrkirche Beifall auf, als sein Eintreffen und seine Signierbereitschaft für seine bereitliegenden Bücher verkündet wurde.

Vatikan-Experte füllt Kirche

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  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch
  • Volles Haus: Der Vatikan-Kenner Andreas Englisch berichtete in St. Dionysius über seine Arbeit in Rom. Foto: Martin Fahlbusch

Wer den im Vatikan akkreditierten Journalisten und Bestsellerautor Englisch kennt, dem war klar, dass der nicht eine in sich gekehrte Lesung aus einem seiner Bücher halten würde. Professionell und locker schnappte er sich das Mobilmikrofon, sauste durch seine berufliche Vita vom Bildzeitungsreporter bis zum Vatikan-Journalisten ohne anfänglich wirklichem inhaltlichen Bezug, aber mit der offensichtlichen Gnade, Ministrant gewesen zu sein.

Andreas Englisch liebt bei aller Weltkirchenanbindung das eher anekdotische und eben auch auf Pointen zielende Humorvolle. Das kann er und darum hatte er auch in Nordwalde seine Fangemeinde. Weil er nah dran war und ist an Johannes Paul II., Benedikt XVI. und jetzt dem sperrigen Franziskus eröffneten sich ihm, der wesentlich gläubiger durch seine Tätigkeit geworden sei, eben gewisse Zugänge, Einblicke und medienverwertbare Erlebnisse. Auf dieser Klaviatur des vermeintlichen Blickes hinter die Kulissen der Weltspitzenkurie weiß der 1963 in Werl Geborene klangvoll zu spielen.

Den in der Nordwalder Pfarrkirche parlierenden Ton wechselt er nur ganz selten, aber dann durchaus tiefgründig. Dann nämlich, wenn Andreas Englisch von der totalen Kriegserklärung von Papst Franziskus an die verkrustete und machtstarrende Kurie berichtet, wissend das der Neue auf dem Stuhl Petri kein haltloser Revoluzzer, sondern eher ein an Christus orientierter Wertkonservativer ist. Oder wenn es auf Nachfragen aus der Zuhörerschar um die höchst problematische Reise nach Myamar und den „Eiertanz“ des Papstes beim Problem der Rohingya ging. Das ist eben kein Stoff für Anekdoten. Viel Beifall gab es am Schluss der Veranstaltung, die mit einem gemeinsamen „Vater unser“ und dem Segen von Pfarrer Schulte Eistrup zu Ende ging.

 

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