Blutspendewochenende in Nordwalde
Das Miteinander ist entscheidend

Nordwalde -

Die Bereitschaft zum Blutspenden ist in ländlichen Gegenden höher als in der Stadt. Das zeigte sich auch beim Blutspendewochenende in Nordwalde. Dabei wurde die „magische Grenze“ von 200 Spendern geknackt

Dienstag, 20.02.2018, 18:02 Uhr

Karl Averbeck (r.) ist mit dem Prozedere seit Jahrzehnten vertraut und lässt sich von Eduard Spiekermann Blut abnehmen.  
Karl Averbeck (r.) ist mit dem Prozedere seit Jahrzehnten vertraut und lässt sich von Eduard Spiekermann Blut abnehmen.   Foto: Rainer Nix

Der Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes in Nordwalde war wieder gut besucht. „Hier ist die Spendenbereitschaft noch groß“, sagt Eduard Spiekermann vom DRK . Erwartet wurden rund 100 Spender. Diese Zahl wurde deutlich übertroffen. Trotz der aktuellen Erkältungswelle war das Blutspendewochenende ein voller Erfolg.

„Wir haben die magische Grenze von 200 Spenden wieder einmal deutlich geknackt“, freute sich Elke Borgmeier , Blutspendebeauftragte des DRK-Ortsvereins Nordwalde. Am Freitag kamen 136 Spender in die KvG-Gesamtschule, am Sonntag dann nochmals 84. Besonders erfreulich: Zwölf Spender waren zum ersten Mal zum Spenden da.

Hauptsächlich sind die Altersgruppen zwischen 30 und 70 vertreten. Ab 18 Jahren ist es erlaubt, Blut zu spenden, doch junge Menschen tun sich damit im Allgemeinen schwer. Ganz wichtig sind Blutspenden für Operationen, bei der Rettung von Unfallopfern, zum vorübergehenden Ersatz bei geschädigten Blutzellen, bei Blutaustauschtransfusionen zur Behandlung Neugeborener und zur Unterstützung von Heilungsprozessen.

„Es gibt ein Stadt-Land-Gefälle“, erklärt einer der Ärzte, die beim Termin anwesend waren. „In Ballungszentren finden sich viel zu wenig Blutspender, in den ländlich geprägten Regionen sieht es meist besser aus“, erläutert er. Eine mögliche Erklärung wäre das unterschiedlich ausgeprägte Sozialverhalten. Auf dem Land ist die Anonymität nicht so stark ausgeprägt, das Miteinander gilt noch etwas.

Karl Averbeck gehört zu denen, die seit rund 30 Jahren auf den Blutspende-Terminen des Roten Kreuzes zu finden sind. Um anderen etwas Gutes zu tun, spendete er bereits mehr als 75 Mal. „Dabei wird ja auch die eigene Gesundheit getestet“, sagt er. „Glücklicherweise kam ich noch nie in die Situation, eine Transfusion zu benötigen“, sagt der Nordwalder. „Doch wer weiß, was noch so alles kommt?“

Für die Nordwalder ist nun erst mal „Bllutspendepause“ angesagt. Die nächsten Termine sind der 8. und 10. Juni. Das kann sich bei Bedarf noch ändern. „Die Termine koordiniert der Blutspendedienst Münster“, sagt Borgmeier. Für die Organisation vor Ort ist der Ortsverein verantwortlich. Rund 500 Milliliter bekommen Spender abgenommen, zusätzlich wird ein kleiner „Blutbeutel“ befüllt, dessen Inhalt ein Hagener Labor untersucht.

Jeder Spender erhält entsprechende Merkblätter. Wichtig ist auch der Spenderfragebogen zum Gesundheitszustand. Mit ihm werden Details wie Infektionserkrankungen, Medikamentenkonsum, eventuelle Operationen und vieles mehr erfasst. Alles wichtige Zusatzinformationen, um die Qualität des Blutes einzuordnen.

Viele Menschen arbeiten hinter den Kulissen, damit die Spendetermine reibungslos ablaufen. Unter ihnen sind in Nordwalde bis zu sechs Helferinnen, die Brötchen sowie Schnittchen schmieren und mit Aufschnitt belegen. Dazu gibt’s Kaffee, Tee, Kakao, Wasser oder Cola. Wer Blut spendet, soll natürlich nicht ohne eine ordentliche Stärkung nach Hause gehen. Auch Heißwürstchen werden gereicht. Die freundlichen „Damen vom Imbiss“ leisten wichtige Arbeit. „Ohne sie wären wir ehrlich gesagt aufgeschmissen“, betont Elke Borgmeier.

 

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