Zielvereinbarung zur kooperativen Baulandentwicklung unterschrieben
Unterstützung bis zum Spatenstich

Nordwalde -

Die Zielvereinbarung ist unterschrieben: Die Gemeinde Nordwalde entwickelt an der Ecke Feldstraße/Dömerstiege fünf Hektar Bauland gemeinsam mit der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban. Zur Unterzeichnung kam Besuch aus Düsseldorf: Ministerin Ina Scharrenbach.

Dienstag, 20.03.2018, 19:04 Uhr
Nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung (kl. Bild r.) besichtigten Ministerin Ina Scharrenbach (3.v.r.), Bürgermeisterin Sonja Schemmann, NRW.Urban-Geschäftsführer Ludger Kloidt (3.v.l.) sowie Vertreter des Rates das geplante Bauland. Bauamtsleiter Marcus Klaus (kl. Bild l.) erläuterte Scharrenbach anhand eines Flächenplanes die Fakten.
Nach der Unterzeichnung der Zielvereinbarung (kl. Bild r.) besichtigten Ministerin Ina Scharrenbach (3.v.r.), Bürgermeisterin Sonja Schemmann, NRW.Urban-Geschäftsführer Ludger Kloidt (3.v.l.) sowie Vertreter des Rates das geplante Bauland. Bauamtsleiter Marcus Klaus (kl. Bild l.) erläuterte Scharrenbach anhand eines Flächenplanes die Fakten. Foto: Vera Szybalski

Wird Nordwalde zum Vorreiter? Ludger Klo­­­­idt steht am Dienstagvormittag neben einer grünen Wiese an der Feldstraße und ist zuversichtlich, dass es so kommt: „Vermutlich sind wir in Nordwalde am schnellsten.“ Zu dem Zeitpunkt sind die Unterschriften von NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Bürgermeisterin Sonja Schemmann erst einige Minuten alt. Als zweite Kommune hat Nordwalde eine Zielvereinbarung zur kooperativen Baulandentwicklung mit der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban unterschrieben.

Schneller mit der Unterzeichnung war nur Telgte. Was den Beginn der Erschließung angeht, liegt Nordwalde offenbar gut im Rennen. Oder hat sich NRW.Urban-Geschäftsführer Kloidt mit seiner Prognose zu weit aus dem sprichwörtlichen Fenster gelehnt? „Ich bleibe bei meinem Wort.“

Ungefähr 70 Bauplätze

Das verheißt Gutes für (Nordwalder) Bauwillige. Im kommenden Jahr könnte mit der Erschließung der 6,2-Hektar-Fläche an der Ecke Feldstraße/Dömerstiege begonnen werden. Fünf Hektar davon sollen als Bauland vermarktet werden. Die Verwaltung erwartet, dass ungefähr 70 Bauplätze entstehen. Für den Erwerb und die Entwicklung des Gebietes wird die NRW.Urban Kommunale Entwicklungsgesellschaft zuständig sein.

Das Gespräch mit den drei Eigentümern der Fläche hatte die Verwaltung bereits vor dem Ratsbeschluss gesucht und sie informiert, dass Vertreter von NRW.Urban wohl den Kontakt suchen werden. Die Besitzer hatten grundsätzlich Zustimmung signalisiert. „Mit Widerstand vonseiten der Eigentümer ist nicht zu rechnen“, sagte Schemmann bei der Unterzeichnung im Sitzungssaal des Rathauses, bei der neben den Gästen aus Düsseldorf und Mitarbeitern der Verwaltung auch Vertreter der Ratsfraktionen anwesend waren.

Vorteile und Voraussetzungen

Bei der Zusammenarbeit mit NRW.Urban betritt die Gemeinde keinesfalls Neuland. Sie besteht bereits auf vielen Ebenen. Auch bei der Gestaltung der Ortsmitte arbeitet Nordwalde mit der landeseigenen Entwicklungsgesellschaft zusammen. Nun also die kooperativen Baulandentwicklung. NRW.Urban wird der Gemeinde als „Entwicklungsgesellschaft auf Zeit“ zur Verfügung stehen, sagte Scharrenbach. Unterstützung gebe es bei allen anliegenden Aufgaben bis zum ersten Spatenstich. „Damit wird die kommunale Verwaltung entlastet“, sagte die Ministerin, die neben Bau auch für Heimat, Kommunales und Gleichstellung zuständig ist.

Die Zusammenarbeit mit NRW.Urban bietet Vorteile, die Kommunen müssen aber auch Voraussetzungen erfüllen. Es muss etwa Wohnraumbedarf vorhanden sein. Das ist der Fall, sagte Schemmann. Beim Baugebiet Östlich Sieverts Kamp hätten nicht alle Interessenten bedient werden können. „Wir freuen uns, denen sagen zu können: Es geht weiter.“ Bauland in Nordwalde sei nicht nur für Einwohner der Gemeinde attraktiv.

Anteil an sozialem Wohnungsbau

Mit der Schienenverkehrsanbindung an Münster liege die Gemeinde strategisch günstig, sagte Scharrenbach: „Nordwalde bietet besondere Voraussetzungen.“ Eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr gehört ebenfalls zu den Voraussetzungen genauso wie ein gewisser Anteil an sozialem Wohnungsbau.

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