Vorlesewettbewerb in der Wichernschule
Viel zu nett für die Hölle

Nordwalde -

Wie gut nimmt der junge Vorleser die Zuhörer mit, liest er laut und deutlich genug? Die Fragen beschäftigten die Jury beim Vorlesewettbewerb in der Wichernschule. Vier Jungen und vier Mädchen aus den dritten und vierten Klassen nahmen daran teil.

Sonntag, 25.03.2018, 16:03 Uhr

Die Sieger des Vorlesewettbewerbs (hinter dem Tisch): Till Weidemann, Viktoria Hülsmann und Nelia Hak im Kreis ihrer Mitschüler und der Jury mit Schulleiter Johannes Neumayer (r.).
Die Sieger des Vorlesewettbewerbs (hinter dem Tisch): Till Weidemann, Viktoria Hülsmann und Nelia Hak im Kreis ihrer Mitschüler und der Jury mit Schulleiter Johannes Neumayer (r.). Foto: Sigrid Terstegge

Die Kinder der dritten und vierten Klassen der Wichernschule kichern und lachen. Es ist aber auch eine lustige Geschichte, die Till Weidemann gerade vorliest. Der Sohn vom Teufel, genannt Luzifer Junior, hat ein Problem. Sein Papa ist der Boss in der Hölle, kann aber nicht mal die Stopptaste am Computer finden. Und Junior selber ist eigentlich viel zu nett für die Hölle – findet jedenfalls sein Papa.

Einige Wochen geübt

Als Till fertig ist, gibt es einen kräftigen Applaus und alle wollen unbedingt wissen, was das für ein Buch ist, aus dem er vorgelesen hat. Till ist einer von vier Jungen, zu denen noch vier Mädchen kommen, die als beste Vorleser von ihren Schulkameraden ausgesucht wurden, um beim Lesewettbewerb anzutreten. Seit wenigen Wochen haben die Teilnehmer für das Ereignis geübt. Jetzt war es soweit.

Die Jury – bestehend aus Thorsten Schlepphorst, Marlies Beer, Jutta Schilling und Nina Stahlhut – macht sich fleißig Notizen bei jedem Wettbewerber. Wie gut nimmt derjenige die Zuhörer mit, liest er laut und deutlich genug? Wie kommt jemand mit einem unbekannten Text klar? Denn das folgt als zweiter Teil des Wettbewerbs.

Kleinigkeiten geben den Ausschlag

„König Filius und das Gewitter“ heißt das Buch, aus dem die Jungen vorlesen müssen, für die Mädchen steht „Oma Ipflacher schwingt das Lasso“ auf dem Plan. Jetzt kommt es darauf an, möglichst schnell den unbekannten Text vom Sinn her zu erfassen und flüssig zu lesen. Auch das bekommen die acht Wettbewerber gut hin.

Für die Jury wird die Entscheidung, welche Schüler auf den ersten drei Plätzen liegen, echt schwer. Während die Schulkinder eine Runde um das Gebäude rennen, wird heftig diskutiert. Kleinigkeiten geben schließlich den Ausschlag für den Sieg. Die Gewinner Till Weidemann, Viktoria Hülsmann und Nelia Hak bekommen zusätzlich zur Urkunde und einer süßen Knabberei für alle einen Gutschein von „Buch und mehr“ – für neuen Lesestoff.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5616846?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Inklusion an Gymnasien: Intransparenz ärgert Eltern
Am Schillergymnasium werden bereits seit acht Jahren Kinder mit Förderbedarf im Zuge der Inklusion unterrichtet, hier ein Foto aus dem Unterricht des ersten Jahrgangs.
Nachrichten-Ticker