Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins
Besondere Ehre für Rotkreuzleiter

Nordwalde -

Große Überraschung für Michael Rövekamp: Er bekam die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe verliehen. Das war nicht der einzige Tagesordnungspunkt auf der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Nordwalde. Auch der Umzug in die neue Unterkunft und ein Abschied waren Thema.

Montag, 26.03.2018, 14:03 Uhr

Heinz-Bernd Buss (r.) ehrte Dietmar Brockmeyer (v.l.), Andreas Brey und Mario Diekel für ihre langjährige Mitgliedschaft im DRK-Ortsverein Nordwalde. Rotkreuzleiter Michael Rövekamp erhielt die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe.
Heinz-Bernd Buss (r.) ehrte Dietmar Brockmeyer (v.l.), Andreas Brey und Mario Diekel für ihre langjährige Mitgliedschaft im DRK-Ortsverein Nordwalde. Rotkreuzleiter Michael Rövekamp erhielt die Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. Foto: Matthias Lehmkuhl

Das war eine Überraschung für Michael Rövekamp. Der Leiter des DRK-Ortsvereins Nordwalde wurde während der Jahreshauptversammlung im DRK-Familienzentrum für sein großes ehrenamtliches Engagement mit der Verdienstmedaille des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe ausgezeichnet. Heinz-Bernd Buss, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Steinfurt, nahm nicht nur diese Ehrung vor, sondern auch die für die langjährigen Mitglieder. „Das war gar nicht so einfach, diese Auszeichnung geheim zu halten“, gab Buss zu.

847 Blutspender

Dietmar Brockmeyer, Ortsvereinsvorsitzender des DRK, bezeichnete den Umzug in das neue Unterkunftsgebäude an der Bahnhofstraße 40 als das herausragendste Ereignis des vergangenen Jahres. „Im September 2012 starteten die ersten Gespräche für dieses Projekt“, freute sich Brockmeyer, dass es endlich umgesetzt werden konnte. Rövekamp berichtete von insgesamt 847 Blutspendern und 176 Einsätzen im vergangenen Jahr. „Aktuell sind wir 31 aktive Helfer in der Truppe“, sagte Rövekamp.

Vorbildliche Zusammenarbeit

Mit Wehmut verabschiedete der Rotkreuzleiter den Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Nordwalde, Norbert Schröer, der zusammen mit seinem Stellvertreter Uwe Schmitz die aktive Laufbahn bei den Brandschützern beendet. „Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr und dem DRK in Nordwalde war und ist, solange ich Rotkreuzleiter bin, vorbildlich“, sagte Rövekamp. „Ich war in den 18 Jahren als Wehrleiter 17 Mal bei einer Jahreshautversammlung des DRK dabei. Und das sehr gerne“, unterstrich Schröer. Sechs Frauen und Männer sind zwischenzeitlich neu in den Bereitschaftsdienst aufgenommen worden. „Ich bin stolz, so eine Truppe leiten und führen zu dürfen“, betonte Rövekamp.

Logistische Herausforderung

Elisabeth Fleige, Leiterin des DRK-Familienzentrums wies daraufhin, dass 23 der insgesamt 74 Kinder unter drei Jahre alt sind. „Bis zu 60 Kinder nehmen das Mittagessen bei uns ein. Das ist schon eine logistische Herausforderung“, merkte sie an. Fleige machte auch darauf aufmerksam, dass es immer schwieriger sei, geeignetes Personal zu finden.

Ehrenamtlich agierender Träger

Schatzmeister Tobias Elshoff vermeldete einen kleinen Verlust und hatte einen noch kleineren für 2018 kalkuliert. „Vielleicht erzielen wir auch eine schwarze Null“, schaute der Finanzfachmann zuversichtlich nach vorne. Einstimmig erfolgte die Entlastung des Vorstandes. Der zweite stellvertretende Bürgermeister Ewald Pölking bemängelte, dass sich der DRK-Ortsverein nicht für die Trägerschaft des neuen Kindergartens beworben habe. Brockmeyer entgegnete: „Das DRK ist im Vergleich zu vielen anderen ein ehrenamtlich agierender Träger. Wir sind froh, dass wir das Familienzentrum so gut im Griff haben.“

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