Viertägiger Einsatz in Treuenbrietzen
Selbstverständliche Hilfestellung

Treuenbrietzen/Nordwalde -

Nach vier Tagen Unterstützung im Brandeinsatz sind am gestrigen Donnerstag zwölf Mann von der Feuerwehr Nordwalde mit ihren beiden Fahrzeugen nach Hause verabschiedet worden. Die Abordnung aus Treuenbrietzens Partnergemeinde war auf die gut 500 Kilometer lange Strecke gegangen und wurde nach Ankunft direkt in den Großeinsatz eingebunden.

Donnerstag, 30.08.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 30.08.2018, 17:00 Uhr
Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knabe (2.v.r) bedanken sich bei den Nordwalder Blauröcken für ihre Hilfestellung und das Engagement bei dem verheerenden Waldbrand in der Partnergemeinde..
Bürgermeisterin Sonja Schemmann und Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knabe (2.v.r) bedanken sich bei den Nordwalder Blauröcken für ihre Hilfestellung und das Engagement bei dem verheerenden Waldbrand in der Partnergemeinde.. Foto: Thomas Wachs

Bürgermeisterin Sonja Schemmann hatten ihren Feuerwehrleuten sowie den Treuenbrietzener Partnern ab Mittwoch einen Besuch abgestattet. „Für uns war es selbstverständlich, hier Hilfe anzubieten“, sagt die Bürgermeisterin vor der Rückfahrt.

„Wir wussten vor dem Start gar nicht, was uns hier in diesem großen Waldbrandgebiet genau erwarten würde“, sagt Norbert Schröer , Wehrführer der Gemeinde Nordwalde. „Doch es war eine eindrückliche Erfahrung für unsere Leute und viele junge Kräfte, die wir dabei hatten hier“, so der Feuerwehrchef. In seiner Heimat seien Waldbrände selten, jedoch immer wieder große Hochwassereinsätze zu bewältigen. „Im Jahr 2013 waren wir schon beim Hochwasser an der Elbe bei Magdeburg mit im Hilfseinsatz“, erzählt Schröer. „Damals und auch nun wieder hier bei Treuenbrietzen waren die Hilfsbereitschaft und der Zusammenhalt sehr beeindruckend“, so Schröer.

Im Waldbrandgebiet geht Bürgermeister Michael Knape am Donnerstag davon aus, dass der Großeinsatz wahrscheinlich am Wochenende beendet werden kann. Die Einsatzkräfte werden weiter reduziert. Die Treuenbrietzener Wehr geht dazu über, „ihre normale Einsatzbereitschaft wieder herzustellen und die Technik wieder in Schuss zu bringen“, sagt der Rathauschef.

Doch sind weiter Kontrollfahrten der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerkes ( THW ) nötig, dass auch Brandwachen stellt. Immer mehr Abschnitte werden aber an die Forstbehörden und die Eigentümer der Wälder übergeben. Immer wieder müssen aber auch noch Glutnester im Waldboden erkundet und bekämpft werden. „Dazu kommen Wärmebildkameras zum Einsatz“, erklärt Knape.

Das THW soll die Brandwache voraussichtlich am Freitag an Forstarbeiter übergeben. Davon geht auch Jan Bachmann aus, der als Einsatzleiter des THW aus der die 72 Einsatzkräfte koordiniert. Diese Einheiten kommen aus Ortsverbänden der Länder Brandenburg und Berlin.

Für den Waldbrandschnitt zwischen Lindow, Malterhausen (beide Teltow-Fläming) sowie Frohnsdorf (Potsdam-Mittelmark) wird in Kooperation der Stadt Treuenbrietzen mit der Gemeinde Niedergörsdorf weiter eine ordnungsrechtliche Verfügung vorbereitet, um das Betreten der Wälder bis Oktober zu untersagen. Das Papier gestalte sich noch schwierig, weil noch nicht klar ist, welche Instanzen es bei den Kreisverwaltungen besiegeln sollen, sagt Michael Knape von der Einsatzleitung am Donnerstagmorgen.

Als Waldeigentümer hat die Stadt Treuenbrietzen zunächst ein Betretungsverbot für ihre Flächen verhängt. Grund sind die Gefahren aus der Munitionsbelastung.

Von den gut 150 Hektar Waldbrandgebiet bei Frohnsdorf sind etwa 137 im Eigentum der Stadt. Bei Klausdorf, wo weitere cirka 200 Hektar ein Raub der Flammen wurden, hat die Kommune kaum Waldbesitz. Dort sind rund 70 private Eigentümer vieler kleinerer Flächen betroffen. Für sie gibt es eine Betreuung durch die Forstbehörden.

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