Faire Woche eröffnet
Regional einkaufen

Nordwalde -

Die 14. Faire Woche wurde im Pfarrheim von St. Dionysius eröffnet. Auch weiterhin darf sich Nordwalde Fairtrade-Gemeinde nennen. Die Rezertifizierung war erfolgreich, verkündete Bürgermeisterin Sonja Schemmann.

Dienstag, 18.09.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 13:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 18.09.2018, 21:00 Uhr
Sonja Schemmann (4.v.r.) überreicht die Urkunde der Rezertifizierung als Fairtrade-Gemeinde an Elisabeth Paßlick (5.v.r.)
Sonja Schemmann (4.v.r.) überreicht die Urkunde der Rezertifizierung als Fairtrade-Gemeinde an Elisabeth Paßlick (5.v.r.) Foto: ter

Eine besonders erfreuliche Nachricht hatte Bürgermeisterin Sonja Schemmann für den Arbeitskreis Faire Woche am Freitagabend. „Offiziell ab dem 20. Oktober dürfen wir uns weiter Fairtrade-Gemeinde nennen“, berichtete Schemmann vom Ergebnis der erfolgreichen Rezertifizierung, an der der AK Faire Woche einen großen Anteil hat. Seit sechs Jahren gehört Nordwalde zu den FairtradeGemeinden. Der Arbeitskreis hatte zur offiziellen Eröffnung der 14. Fairen Woche in das Pfarrheim eingeladen.

Elisabeth Paßlick vom Arbeitskreis begrüßte die Gäste im Pfarrheim. „Gemeinsam für ein gutes Klima“ ist das Motto der Fairen Woche. Dazu fragte Paßlick, wie denn jeder seinen Konsum und seine Lebensweise weniger klimaschädlich gestalten könne. „Der Weg ist lang dahin, aber es beginnt schon damit, regional einzukaufen“, so Paßlick. Der Faire Handel liefert ebenfalls einen Beitrag. Kleinbauern werden unterstützt darin, die Folgen des Klimawandels zu bewältigen. Dabei kann es um veränderte Regenzeiten, höhere Temperaturen oder auch vermehrten Schädlingsbefall gehen. Hier Strategien zu entwickeln, ist ein Ziel des Fairen Handels.

„Wir müssen Politik mit dem Einkaufskorb machen“, forderte Paßlick. Als Verbraucher könne man sich jeden Tag für eine gerechtere Welt einsetzen, meinte sie. In den Eine-Welt-Läden können Waren gekauft werden, die von etwa 2,5 Millionen Produzenten weltweit unter fairen Bedingungen hergestellt werden.

Schirmherrin Sonja Schemmann fragte, was die Versuche, etwas gegen den Klimawandel zu tun, eigentlich bringen würden. „Darüber redet fast jeder“, stellte sie fest. Persönlich sei sie der Meinung, dass jeder kleine Schritt etwas bewirke. „Letztens habe ich im Fernsehen gesehen, dass es einen Plastikersatz aus Zucker und Milchsäure gibt“, schilderte sie. Der sei in 14 Wochen verrottet. Nur dürfe das Material derzeit noch nicht in die Biotonne, weil man nicht wüsste, wie es in Müllverbrennungsanlagen reagiere.

Paßlick stellte noch das Programm der Fairen Woche vor. Dazu bedankte sie sich bei allen Helfern, Paula und Willi Jäger, die ihr Ladenlokal wieder zur Verfügung stellen, und besonders bei der Familie Khadka. Dort war den ganzen Tag in der Küche fleißig gearbeitet und nepalesisches Fingerfood gebacken und fritiert worden. Der leckere Duft hatte während der Reden ziemlich die Nasen gekitzelt und das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Und so wurde jetzt gerne zugegriffen.

Im Anschluss sang in der Kirche der münstersche Chor „Die Untertanen“. Sie träumten von einer Welt ohne Grenzen, wo jeder hingehen kann, wie es ihm gefällt.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6054378?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F181%2F
Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Halle Münsterland: Tierisches Vergnügen beim Dschungelbuch-Musical
Nachrichten-Ticker